Autor: Redaktion LDVC

Krabbat-Woche

Wie immer vor den Herbstferien fand auch dieses Schuljahr wieder unsere erste Projektwoche vom 16.-20. Oktober 2017 statt.

Die Sechstklässler der Grundschule begaben sich dabei täglich gespannt in die „Mühle am Koselbruch“. Während dieser Zeit erlebten sie Otfried Preußlers sorbische Sagengestalt „Krabat“, der als Waisenjunge nicht nur das Müllern, sondern beim Müller auch die Schwarze Magie erlernt. Die liebevoll, aber auch spannend erzählte Geschichte begeisterte vor allem durch die Macht des „Geheimnisses“.

Als Rabengesellen beschäftigten sich alle mit Begeisterung mit den drei Jahren, die Krabat in der Mühle war und gehorchten dem Müller.
Des Weiteren lernten sie vor allem den Wert, den Freundschaft und Unterstützung durch die Mühlknappen darstellten.

Krabat wagt es, der dunklen Wahrheit der Mühle auf den Grund zu gehen und dem Meister ins Angesicht zu schauen. Von den Verlockungen der Macht des Meisters wendet er sich nicht ab, sondern stellt sich.

Krabat handelt von Liebe, aber auch von Verführung, Macht, Unterdrückung, Freiheit und der Entscheidung zwischen all diesen Gefühlen und Worten.
Man weiß nie genau, was geschah, aber man kann es erahnen – wenn man nicht bewusst wegschaut. Das „Wegschauen“ zieht sich als immer wiederkehrendes Thema durch das Buch. „Wer nicht hin-schaut, kann nicht sehen.“

Durch die täglichen neuen Eindrücke der Sage um „Krabat“ wurde am letzten Projekttag die Verfilmung aus dem Jahr 2008 mit Spannung von allen Kindern erwartet.

Planspiel Insel

Die 9. Klassen arbeiteten in den letzten 7 Wochen zum Planspiel Insel. Inhalt war ein Gedankenexperiment, bei dem eine fiktive Insel von jeweils 12 Schülerinnen und Schüler „neu besiedelt“ werden sollte. Während der Projektphase hatten sie Zeit, um sich mit der Thematik auseinanderzusetzen und die verschiedenen Meinungen und Ansatzmöglichkeitn zu diskutieren. Vertieftes Wissen konnten sie sich in den drei Wochenstunden Vertiefungsphasen aneignen. Jeder Jugendliche erarbeitete sich dabei eine Rolle, die er auf der Insel verkörperten will, und einen Beruf, der auf der Insel ausgeübt werden soll. Des Weiteren haben sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Regierungssystem, der Bewirtschaftung, der bauliche Besiedlung und der gerechte Verteilung der Ressourcen auseinandergesetzt.

 

 

 

Musik verbindet

„Musik verbindet Menschen über alle kulturellen, religiösen und ethnischen Grenzen hinweg. Musik ist eine eigene Sprache.“ Diesem Motto entsprechend praktizieren die Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse der Gesamtschule in dieser Woche Musik.

Die Projektwoche ist zweigeteilt. Zunächst erarbeiten die Schüler in jeweils einem Block täglich das Thema Jazz in seinen unterschiedlichen Ausprägungen.

Im Anschluss daran finden sich die Schüler und Schülerinnen in einem von drei selbstgewählten Workshops zusammen. Die Auswahl konnte zwischen „Chor – meine Stimme als Instrument“, Instrumental- und Hörspiel-Workshop getroffen werden.

Der Chor-Workshop erarbeitet gemeinsam ein musikalisches Programm, in dem die Stimme als Instrument im Vordergrund steht. Dabei werden neben klassischen Liedern auch moderne Stücke mehrstimmig einstudiert.

Im Workshop „Instrumental“ stehen verschiedene Instrumente, die in der populären Musik Verwendung finden, im Vordergrund. Jeder Teilnehmer erhält die Möglichkeit, jedes Instrument auszu-probieren. Neben der Vermittlung der Grundlagen von Rhythmik, Akkord- und Melodiebildung können die Schülerinnen und Schüler entscheiden, ob sie ein eigenes Musikstück komponieren oder ein bekanntes einstudieren.
Im dritten Workshop kreieren die Zehntklässler zwei eigene Hörspiele. Hierbei lernen sie bei der Aufnahme des Hörspiels ihre Stimme richtig einzusetzen und die Handlung durch passende Geräusche und kurze Melodien zu unterstützen. Dieses Produkt wird im Anschluss an die Projektwoche den Kita- oder Hortkindern übergeben.

In dieser Woche steht die Freude an der Musik im Mittelpunkt. Zu sehen, wie Teilnehmer singend und tanzend über die Piazza laufen oder Schüler, die ihre Instrumente nicht mehr aus den Händen legen wollen, zeigt mir, dass wir mit dieser Projektwoche ins Schwarze getroffen haben.

Heute schon gespielt?

Heute schon gespielt“ war das Motto des interaktiven Elternabends der Kita & des Hortes am 17.10.2017.

Wer am Tage noch nicht dazu kam, hatte am Abend auf jeden Fall die Möglichkeit.

Und manch einer erinnerte sich bestimmt auch an seine Kindheit, an ein Spiel, dass er liebend gerne gespielt hatte, davon  begeistert war…..

Viele von Ihnen haben sich bestimmt gefragt, warum denn das Thema „Spiel“ für uns Pädagogen so wichtig ist.

Aus unseren Erfahrungen wissen wir, dass das Spiel oftmals nur als Zeitvertreib angesehen wird. – Stimmt das wirklich?

Ertappt man sich bei der Frage:

„Hast du heute wieder nur gespielt?“ – und still wird weiter gedacht-

„Und wieder nichts gelernt in der Kita oder im Hort“?

Dem widersprechen nicht nur wir als Pädagogen, sondern auch  die neuesten Erkenntnisse der Hirnforschung.

„Im Spiel entfalten Menschen ihre Potenziale, beim Spiel erfahren sie Lebendigkeit“.

Und weil wir darum wissen, ist es für uns so wichtig.

Deshalb haben wir an diesem Abend das Gesellschaftsspiel „ Mensch ärgere dich nicht“ unter die Lupe genommen. Erstaunt waren wir darüber, was man dabei alles so lernen kann. Angefangen von der Förderung der Wahrnehmung, der Konzentration, des Gedächtnisses, des strategischen und logischen Denkens, der Entwicklung der Sozialkompetenz ( Regeln einhalten, warten bis man an der Reihe ist), Gück, Spannung und Pech auszuhalten bis zur Mathematik (Flächen, Kanten, Ecken des Würfels, Addieren, Subtrahieren, Malfolge der 6….) war alles dabei – wer hätte das gedacht.

Unser Ziel an diesem Abend war es gemeinsam mit den Kindern und Eltern das Spiel wieder neu zu entdecken, die Zauberkraft des Spiels zu erleben, uns gegenseitig zu begeistern und besonders auf den Zusammenhang Spiel und Lernen aufmerksam zu machen.

Das Besondere an diesem Abend war, dass Eltern, Kinder und Pädagogen sich zum gemeinsamen Spielen verabredet haben.

Wir stellten auch fest, dass sich schon vor Jahrtausenden Dichter und Denker mit dem Thema Spiel beschäftigt haben, und einige Zitate regten uns zum Nachdenken an.

Friedrich Schiller sagte vor ca. 200 Jahren „ Der Mensch ist nur dort Mensch, wo er spielt“, Maria Montessori – „Das Spiel ist die Arbeit des Kindes“, Albert Einstein – „Das Spiel ist die höchste Form der Forschung“……

Auch Gerald Hüther, Neurobiologe und bekanntester Hirnforscher Deutschlands wies mit seinem Filmbeitrag und seinem neuen Buch „Rettet das Spiel“ auf die Bedeutung des Spiels in unserer heutigen Gesellschaft hin.

Danach ging es in die Praxis. Sechs verschiedene Teams bauten aus Recyclingmaterialien tolle Baumwerke nach bestimmten Kriterien.

Anschließend gab es unterschiedliche Angebote in den Bereichen nach Interessen und Neigungen z.B. konnten Spiele selbst hergestellt werden, eine Bewegungsbaustelle nach Hengstenberg wurde getestet, Logik – und Strategiespiele….

Wir Pädagogen waren auf jeden Fall von unseren Kindern und Eltern begeistert und freuen uns schon auf den nächsten interaktiven Elternabend im April zum Thema „Gesunde Ernährung“.

 Sabine Scholz, Leiterin Hort

  

 

 

Brandenburg en miniature

Die 4. Klassen der Grundschule hatten einen Auftrag: Stellt die schönsten Sehenswürdigkeiten Brandenburgs im Sachunterricht vor. 3 Wochen Zeit gab es dafür von Frau Ullmann und Frau Falbe, den Lehrerinnen des Sachunterrichts – und diese Wochen wurden gut genutzt. Zunächst wurden Gruppen gebildet und die ersten Texte gelesen. Aber Theorie ist nicht alles – die Schüler wollten ihre Sehenswürdigkeit vor Ort betrachten und deshalb ging es am 25. September auf die erste Exkursion des Schuljahres. Ziel war der Modellpark Berlin Brandenburg in der Wuhlheide in Berlin.
Die Schülerinnen und Schüler waren ausgerüstet mit Handy und Kamera, um vor Ort Bilder zu machen, die sie später für ihre Plakate nutzen wollten. Nach 1 ½ Stunden Fahrweg mit Bahn und Straßenbahn und einem Marsch durch den Park der Wuhlheide kam man endlich im Modellpark an. Das Wetter spielte leider nicht mit, konnte aber die Stimmung nicht verderben. Begeistert sahen die Schülerinnen und Schüler, wie die Modelle gebaut wurden und erfuhren in einer Führung viele interessante Fakten über Brandenburg und den Modellpark, der ehemals ein Sportstadium war. Außerdem wurden im Kreativzelt auch die Angebote vor Ort genutzt, kleine Modelle selbst bemalt und gebastelt. Jede Gruppe hatte genügend Zeit ihre Sehenswürdigkeit von allen Seiten zu fotografieren und genau zu betrachten. Jetzt sahen die Schülerinnen und Schüler, wie aufwendig das Schloss Rheinsberg oder das Kloster Neuzelle gestaltet wurden, wie groß eigentlich der Uhrturm von Wittenberge ist und wie mächtig die Burgmauern der Burg Rabenstein sind. Alle Ergebnisse wurden in den anschließenden beiden Schul-wochen verarbeitet und nun von jeder Gruppe in einem Vortrag präsentiert.
Wer sich also einen Überblick über Brandenburgs Ausflugsziele verschaffen will, dem sei ein Besuch im Modellpark Berlin-Brandenburg ans Herz gelegt.

 

 

 

 

Busschule

Eine Busfahrt, die ist lustig …“! In der 6. Unterrichtswoche haben unsere neuen 1. Klassen die Busschule von Havelbus besucht. In 90 Minuten haben die Kinder auf praktische und sehr abwechslungsreiche Art und Weise gelernt, wie man sich an der Bushaltestelle, beim Ein- und Aussteigen und während der Busfahrt richtig und sicher verhält. Echte Fahrkarten durften abgestempelt werden und zur Freude aller Kinder wurde sogar eine Vollbremsung in rasanter Fahrt durchgeführt. Immer mit dabei: Max, der immer alles falsch macht, und deshalb schon reichlich viele Pflaster davongetragen hat. Zum Glück ist Mäxchen aber nur eine Puppe, die den Kindern trotzdem auf eindrucksvolle Weise gezeigt hat, wie wichtig zum Beispiel das Festhalten im Bus ist. Unsere Erstklässler wünschen allen Schülerinnen und Schülern immer: „Gute Fahrt!“

 

 

 

Abschlusspräsentation Luther

Die Hortkinder widmeten sich 6 Wochen dem Thema „Reformation und Martin Luther“. Ziel des Projektes war es, die Reformation verständlich und erlebbar zu machen und sich mit den eigenen aber auch den gesamtgesellschaftlichen Werten auseinanderzusetzen.
Zu Beginn des Projektes war Sophie Gündogdu von der Evangelischen Kirchengemeinde Havel-land bei den Hortkindern zu Gast. Sie erzählte den Kindern viel über das Leben von Martin Luther und wofür er sich einsetzte. Fragen wie: Wer war eigentlich Martin Luther? und Was ist ein Ablass-brief? standen im Mittelpunkt dieses Nachmit-tages.
Viele Kinder wussten schon, dass die Menschen im Mittelalter mit Tinte und Feder schrieben und wollten das auch mal ausprobieren. Lea Debusmann, Schülerin am Gymnasium des LdVC, zeigte den Kindern, wie sie mit Feder und Tinte schreiben und sogar Bilder malen können. Den Kindern hat das sehr viel Spaß gemacht und am Ende des 2. Nachmittages sind kleine Meister-werke entstanden.
Martin Luther veränderte mit seinen Gedanken und den Thesen die Welt bis heute. Aber welche Veränderungen wünschen sich die Menschen heute und welche Thesen würden sie für unsere heutige Gesellschaft an „die Welt“ nageln? Diese Frage stellten sich die Kinder und starteten eine Umfrage. Sie befragten sich selbst und viele andere Menschen auf dem Campus und zu Hause und in den Straßen von Nauen. Das Ergebnis ist eine sehr interessante kleine Ausstellung mit den Wünschen an die heutige Gesellschaft von über 70 befragten Personen im Alter von 6 – 71 Jahren.

Am 12.10.2017 wurde diese Ausstellung mit einer Veranstaltung in der Bibliothek des LdVC feierlich eröffnet. Die Kinder berichteten über das Projekt, Frau Steinke las aus dem Leben von Martin Luther vor und eine kleine kulinarische Überraschung gab es auch: Die Kinder schenkten allen Gästen eine selbstgebackene „Lutherrose“.

Wir, die Kinder des Projektes Martin Luther & ich“ und die Begleiterinnen Frau Steinke und Frau Bienwald, möchten uns bei allen Unterstützer_innen bedanken. Unser besonderer Dank gilt Sophie Gündogdu und Lea Debusmann für die inhaltliche Unterstützung und Frau Thomas für die Gestaltung der Ausstellung.

 

7. Kinderuni

Die Kinderuni, ein Projekt, in dem die Jahrgangsstufe 11, Kindern aus fünften und sechsten Klassen der umliegenden Schulen interessante Workshops anbie-tet, fand in diesem Jahr erfolgreich zum siebenten Mal statt.
Um neun Uhr begann der Tag für die 5. und 6. Klassen mit der Begrüßung im Hörsaal. Daraufhin lernten wir, die Schüler der elften Jahrgangsstufe, unsere ersten Workshopteilnehmer kennen.
Es war interessant, in die Lehrerrolle zu schlüpfen und besonders angenehm, dass auch die jungen Schüler sehr motiviert und konzentriert ihre selbst gewählten Herausforderungen bewältigten.
Es gab ingesamt 15 Workshops, darunter „Papierbootmeisterschaft“, „Haste was aufs Brot? Healthy Lunch to Go“, „Geheimnisvolle Dunkelkammer“, „Ein Meer voller Plastik“, „Fun mit GIMP“ und „Wer ist der Stabilste?“.
Die jungen Schüler der Käthe-Kollwitz Grundschule, der Grundschule im Glien und der Robinson Grundschule sind sehr kreativ und interessiert an die Workshops herangegangen, was uns, die Leiter der Workshops, besonders freute.
Da hatten sich die wochenlange Arbeit, Planung und der Stress an manchen Stellen doch wirklich gelohnt.
Um 14 Uhr war die Kinderuni offiziell im Hörsaal beendet worden. Alle Workshopteilnehmer bekamen als Andenken an diesen Tag einen Kinderuni-Ausweis und ein Schlüsselband. Wir hoffen auf ein genauso gut besuchtes Projekt im nächsten Jahr bei der 8. Kinderuni.

Im Anschluss möchten wir uns nochmal bei allen bedanken, die uns geholfen, unterstützt, mit uns kooperiert und uns besucht haben.

Laura Comes
Schülerin MuK-Kurs Klasse 11

 

 

 

 

 

Auf den Spuren Martin Luthers

Am  13.09.2017 startete für  die Kinder des Kreativitätshortes zum 500 jährigen Jubiläum der Reformation das Martin Luther Projekt.

Zum Auftakt des Projektes besuchte uns Sophie Gündoctu, Vertreterin der evangelischen KirchengemeindeNauen.
Spielerisch nahm sie die Kinder auf eine Zeitreise ins Mittelalter mit.

Dabei erfuhren sie gemeinsam viel über diese Zeit wie z. B. Martin Luther lebte, und aus welchen Gründen er sich mit den Thesen beschäftigte.

 

Frau Gündoctu stellte viele Fragen, und die Kinder konnten ihren eigenen Wissensschatz  einbringen.
Mit einer Reflexionsrunde, einem Puzzle und einem  Quiz wurde die Auftaktrunde des Projektes beendet.

Alle waren sehr begeistert und freuten sich schon auf den Kalligraphieworkshop.

Hier konnten sich die Kinder künstlerisch mit Feder und Tinte ausprobieren.

Lea Debusmann, eine Schülerin des Gymnasiums,  brachte  uns die Kunst der Kalligraphie näher, und zeigte uns Anhand von Beispielen verschiedene Techniken.

Eine wunderbare künstlerische Übung, die den Spaß am Schönschreiben und die Handschrift bei Kindern fördert!

Dabei lernten die Kinder z. B.

  • Was ist ein Ablassbrief?
  • Welche Bedeutung hatte in dieser Zeit der Buchdruck?

Der Buchdruck war damals eine ganz besondere Erfindung. Er stellte so etwas wie eine Revolution dar. Plötzlich konnten ganz viele Menschen gleichzeitig etwas Neues erfahren.

Das Schreiben mit Feder und Tinte hat den Kindern so viel Spaß und Freude bereitet, dass der Workshop auf jeden Fall wiederholt wird.

Sandra Steinke, Erzieherin

 

 

Bunt statt Grauland

Von Alina Laskowski, Praktikantin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

„Wir versinken nicht im braunen Sumpf, sondern leben auf einer bunten Wiese.“ Am Donnerstag, den 21. September 2017, fand auf unserem Campus das Fest „Schöner leben ohne Nazis“ statt. Der Campus vertritt eine klare Position gegenüber den Themen Rechtsextremismus und Ausgrenzung: „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“. Mit verschiedenen Workshops und Angeboten auch für die Jüngeren, wurden die Teilnehmer mit viel Spaß  an das Thema der kulturellen Vielfalt herangeführt. Unser Fest setzte ein klares Statement in Nauen! Nachdem vor zwei Jahren die Turnhalle des OSZ von Neonazis in Brand gesteckt wurde, teilte mir eine Mitschülerin mit, dass wir uns noch deutlicher gegen Rassismus und Ausgrenzung wehren und die Leute sensibilisieren müssen, und dieses Fest ein großer Schritt in die richtige Richtung ist. „Es ist wichtig, dass es solche Veranstaltungen hier in Nauen gibt, gerade wegen der negativen Vorgeschichten in den letzten Jahren! Das Fest vermittelt eine wichtige Message und auch die jungen Leute bekommen das mit!“

Unter dem Motto „Bunt statt Grauland“ wurden verschiedene Workshops angeboten. Doch was verstehen die Besucher der Veranstaltung eigentlich unter diesem Motto? „Bunt statt Grauland bedeutet für mich, dass jeder willkommen ist, egal welche Hautfarbe oder kulturellen Hintergrund er hat!“ „Das ist ein gelungenes Wortspiel! Es übt indirekte und berechtigte Kritik an unserer Gesellschaft aus“. „Das ist witzig gemacht und ein cleveres Obermotto für unser Zusammentreffen heute.“ So lauteten nur drei der vielen positiven Feedbacks über das Motto zur Veranstaltung.

In der Bibliothek wurden Diskussionen über Wahlplakate und Politik geführt. „Wir lassen uns leicht durch die Plakate beeinflussen und viele Wahlsprüche, gerade die von der AfD, bleiben leider im Kopf hängen“ Wie geht man mit Menschen anderer Kulturen oder Religionen um? Wer ist Deutscher und wer nicht? „Meine Eltern sind nicht in Deutschland geboren. Ich schon und ich fühle mich auch als Deutsche.“ Muss man in Deutschland geboren sein um sich als Deutscher zu fühlen oder anerkannt zu werden? Muss man einen Lebensstil wie die Deutschen führen oder einfach nur der deutschen Sprache mächtig sein? Diese Fragen stellten sich die Workshop Teilnehmer und kamen zu einem eindeutigen Statement: „Wir sind doch alle gleich, keiner soll ausgeschlossen werden nur weil er anders aussieht oder aus einem anderen Land kommt. Im Endeffekt kommt es nicht darauf an ob deutscher Herkunft oder nicht, wir sind alle Menschen!“

In der Aula fand ein Hip Hop Workshop statt. „ Breakdance ist schwer zu erlernen und bedarf jahrelanger Übung. Ich wollte den Kids Lust aufs Tanzen machen und ihnen neue Schritte beibringen. Wer etwas will, schafft es auch!“, teilte mir der Workshop Leiter mit. Beim Tanzen verschmilzt man zu einer Einheit und muss sich auf seine Tanzpartner verlassen können und trotzdem trägt jeder mit seinem individuellen Stil etwas zum Gesamtbild bei. Ein schöner Weg, um zu zeigen, dass man gemeinsam etwas erreichen kann und mit Individualität zu etwas ganz besonderem beiträgt.

Unter anderem wurden auf der Piazza auch sportliche Aktivitäten, das individuelle gestalten von Schirmen, eine „Meinungswand“, eine Interviewecke und das Herstellen von Festivalfarben aus Schulkreide und Maismehl unter dem Namen „Holi-Shit“, angeboten.

Gegen 17 Uhr wurden die Ergebnisse der Workshops kurz auf der Piazza vorgestellt. Der Hip Hop Kurs tanzte eine neu einstudierte Choreographie und die Teilnehmer des Workshops „Holi-Shit“, warfen ihre selbst zusammengestellten Farben in die Luft und erzeugten somit, für einige Momente, ein wunderschönes, buntes und Individuelles Bild. Auch hier wurde wieder gezeigt, dass das Zusammenspiel der einzelnen ein buntes Bild ergibt.

Das Fest „Schöner leben ohne Nazis“ war ein voller Erfolg und hat allen deutlich gemacht, dass niemand ausgeschlossen werden darf, nur weil er anders ist, als wir selbst. „Zusammen sind wir bunt!“

 

Einladung zum Vortrag

In diesem Jahr erinnern wir an das 500jährige Jubiläum der Reformation. Der Campus lädt aus diesem Grunde zu einem öffentlichen Abendvortrag

am Donnerstag, 28.09.2017, 19.00 Uhr, in die Bibliothek des Campus, Alfred-Nobel-Straße 14641 Nauen ein:

Dr. Harald Potempa,

Mitarbeiter des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr

 

Zur „Rettung“ des Protestantismus durch Krieg –

 Gustav II. Adolf in der protestantischen Hagiografie

Zum Inhalt:

1630: Nach 12 Jahren Krieg steht es für die Evangelischen nicht gut. Da landet König Gustav II. Adolf von Schweden mit seinem Heer auf Usedom und treibt die katholischen Gegner vor sich. Am 6./16. November 1632 – vor 385 Jahren – fällt er bei Lützen und der Krieg geht weiter, bis 1648.

Friedrich der II. (der Große), Friedrich Schiller, Theodor Fontane und Conrad Ferdinand Meyer schrieben über ihn und Curd Jürgens stellte ihn auf der Leinwand dar. Kirchen tragen den Namen des Königs, das Gustav-Adolf-Werk ist nach ihm benannt und in Lützen gibt es eine Gedenkstätte.

Wohl kaum ein Feldherr des Dreißigjährigen Krieges hat eine solche Wirkungsgeschichte aufzuweisen. Wie kam es dazu?  Eine spannende Zeitreise aus historischer Sicht.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

 

Nichts geht ohne Musik

„Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum“, meinte seinerzeit schon der Philosoph Friedrich Nietzsche. Während heute Musik zu jeder Zeit und an jedem Ort konsumierbar ist, musste man zu seiner Zeit freilich ein Konzert besuchen- oder selber musizieren. Um das „Musik selber machen“ geht aus auch im Musikworkshop, den Tabea Brucherseifer regelmäßig jeden Mittwoch im Musikraum des Campus mit einem festen Stamm von Internatsbewohnern rund zwei Stunden initiiert. Das bot sich für die Studentin der Musikpädagogik (Musikvermittlung und Sozialarbeit)  einfach an. Schließlich hat sie sich während ihres dualen Studiums für ein dreijähriges Praktikum im Internat auf dem Campus entschieden und Musik ist ein hervorragendes Medium- auch um miteinander in Kontakt zu kommen. Hier kann jeder aus dem Internat ohne Vorkenntnisse teilnehmen betont Tabea.

„Im Wechsel beginnen wir entweder mit dem Training des Rhythmusgefühls oder der Theorie, also der Harmonielehre. Hilfreich bei der Aneignung des Rhythmusgefühls ist vor allem das Body Percussion, das Klangerzeugnis durch Körperarbeit, etwa das Klatschen mit den Händen, das Klopfen mit den Händen auf anderen Körperteilen und das Stampfen mit einem Fuß oder beiden Füßen. Wir verwenden für den Einstieg auch oft afrikanische Percussion-Instrumente, die für die sensorische und motorische Erfahrung besonders geeignet sind.“ Ganz ohne Gehörbildung und Theorie zur Bildung des Dreiklangs oder die verschiedenen Tonleitern geht dann aber freilich auch nicht.

Erstmal wird jeder mit Gesang und leichter Instrumentalbegleitung, bei denen keine Vorkenntnisse gebraucht werden, wie zum Beispiel Rasseln, Boomwhackers, Xylophon, Klaven etc., an die Musik herangeführt. Danach werden dann gemeinsam Songtexte, Melodieideen entwickelt oder Lieder eingeübt. „Generell  versuche ich so wenig wie möglich vorzugeben und nur leicht zu lenken“, meint Tabea. „Die Ideen  müssen nur umsetzbar sein.“

Gerade  wird das Lied „Liebe“ von Sido eingeübt. Damjan legt mit dem Klavier den Ton vor. Katharina setzt mit dem Schlagzeug als Taktgeber an, bevor Emely, Dunja und Melanie einstimmen.

Im Übrigens sind dann auch öffentliche Auftritte auf dem Campus geplant, sei es etwa beim Weihnachtskonzert oder  der Frühlingsgala. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg. „Und die Zeit bei den Proben vergeht viel zu schnell“, so die Einschätzung aller.

 

Juniorwahl am Gymnasium

In der Woche vor der Bundestagswahl dürfen Schüler von weiterführenden Schulen bei der Juniorwahl ihre Stimme abgeben. So war auch gestern am LDVC-Gymansium großer Wahltag. Im Vorfeld haben sich die Schülerinnen und Schüler im Unterricht auf die Bundestagswahl vorbereitet. Bei der Juniorwahl konnten sie realitätsnah die Wahl erleben. Intensiv waren sie in die Vorbereitungen und Organisation des Wahlaktes eingebunden und bildeten selbst den Wahlvorstand. Dabei bekamen sie vom Träger des Projektes, dem gemeinnützigen und überparteilichen Verein Kulumlus e.V. aus Berlin, alles was man zur Wahl benötigt: von Wählerverzeichnissen und Wahlbenachrichtigungen über Wahlkabinen, sowie Wahlurne und Stimmzettel des jeweiligen Wahlkreises.

Bei der Juniorwahl geht es um das Üben und Erleben von Demokratie. Das Gesamtergebnis der Zweitstimmen und die Sieger der Erststimmen der Juniorwahl werden am Wahlsonntag, 24. September 2017, um 18:00 Uhr auf www.juniorwahl.de veröffentlicht.

 

Ab in die Botanik

Sommerferien können für Kinder ja die wahrscheinlich schönste Zeit des Jahres sein. Wochenlang brauchen sie nicht an Schulaufgaben denken, sondern können einfach machen, was ihnen gefällt. Wenn der Sommer dann auch noch warm ist, geht es raus in die wilde Natur! Weite bunte Blumenwiesen, tiefe Wälder und grüne Hügel wollen entdeckt, erforscht und durchstöbert werden.

Und so ging es auch für unsere Hortkinder rein in die Welt der Pflanzen, also ab in die Botanik!

 

„Deutschland summt“

Für die Pflanzenwelt ungeheuer wichtig sind unsere fleißigen Bienen. Sie fliegen im Sommer nicht nur von Blume zu Blume über wunderbar bunte Wiesen, sondern sorgen durch fleißiges Bestäuben auch erst dafür, dass wir Menschen nicht nur süßen Honig, sondern auch köstliches Obst und leckeres Gemüse essen können. Höchste Zeit für unsere Teilnahme am Projekt „Deutschland summt“, ein kleines Dankeschön unserer Hortkinder an die leider auch gefährdeten Bienen. Also durchstöberten sie fleißig Bücher danach, welche Blumen die Bienen besonders mögen und dann ging es mit Schippe und Spaten bewaffnet raus in die Natur. Unser ja bald neu bebauter Sportplatz bot ein riesiges Reservoir verschiedenster Sommerblumen zum Ausgraben. Tief drin in der Botanik buddelten die Kinder fleißig aus. Im Pflanzenmarkt besorgten sie weitere Blumen sowie Sämereien. Auf unserer neuen kleinen Bienenblumenwiese pflanzten sie dann alles ein und freuten sich über die erste Besucherin, eine Hummel. Mit etwas Glück wird sie den Bienen von unserer kleinen Wiese berichten, so dass diese sich im nächsten Jahr dort tummeln können.

 

Kräuter für Kinder

Doch nicht nur hier wurde fleißig gepflanzt. Auch der Wegesrand am Campuseingang bekam einen bunten Strauß frischer Blumen von unseren Hortkindern. Nachdem sie auch hier fleißig buddelten, einsetzten, und angossen, sind sie jetzt stolze Paten für Rittersporn, Schokoladenblume und Sonnenhut, die jeden Besucher auf dem Campus nun solange die Sonne scheint, fröhlich bunt begrüßen.

Für unseren kleinen Kräutergarten war zunächst handwerkliches Geschick gefragt. Es wurde gehämmert, gesägt und geschliffen und dabei entstanden aus Holzpaletten Regale, in die die Kinder dann duftende Kräuter einpflanzten. Mit etwas Glück stehen unserer Hort-AG Gesund und Lecker nun Kaugummikraut, Schnittlauch, Melisse und weitere Kräuter zur Verfügung.

 

 

Waldbaustelle, Tropenwelt, Obstplantage – Ausflüge in die Botanik

Jede Menge Pflanzen auf dem Campus und in der Umgebung also, schön und gut. Aber was so richtige Sommerferien sind, da will man auch in die Ferne schweifen und die Botanik erkunden. Am besten mal unter ganz besonderen Blickwinkeln. So machten wir es zum Beispiel auf der Internationalen Gartenausstellung in Berlin, wo unsere Hortkinder in der Seilbahngondel aus luftiger Höhe das IGA-Blumenmeer bewundern konnten. Im Heckenirrgarten brauchten manche sogar Hilfe, um wieder herauszufinden, und im Naturerfahrungsraum bauten Sie aus großen und kleineren Ästen ganze Hütten.

Einen weiteren Blickwinkel in die Botanik bot unser Besuch der Biosphäre Potsdam, wo die Kinder die tropische Flora und natürlich auch Fauna bestaunten. Und dass die Pflanzenwelt auch köstlich ist, erlebten sie beim Obstpflücken in Neumanns Erntegarten. Aus Himbeeren, Johannisbeeren, Pflaumen, Mirabellen und natürlich auch aus Campusbrombeeren entstanden danach köstliche Sommercocktails und leckere Marmelade.

Überhaupt waren unsere Hortkinder immer kreativ und unsere Sommerferien-Bastelwerkstatt war immer prima besucht. Die Kinder schufen aus Naturmaterialien z.B. Traumfänger, Rasseln, Waldwichtel, Bienen aus Tannenzapfen und vieles vieles mehr.

 

Gespielt in der Botanik wurde natürlich auch ausgiebig, egal ob beim Ausflug zur IGA, im MAFZ Paaren, im BUGA-Park an der Biosphäre Potsdam, auf der Wiese im Stadtbad Nauen oder einfach hier bei uns im Wäldchen. Und wie immer waren sich alle Kinder einig, dass die Sommerferien viel zu schnell zu Ende waren.

 

Sascha Lufter

 

 

 

 

 

 

 


Gender-Hinweis: Soweit innerhalb unserer Kommunikationsmittel Bezeichnungen für Berufe, Gruppen oder Personen verwendet werden, wird im Interesse einer besseren und leichteren Lesbarkeit nicht in geschlechtsspezifische  Personenbezeichnungen differenziert. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

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