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Autor: Redaktion LDVC

Perfekter Lernort für Demokratie: Wir waren bei der Euroscola in Straßburg

Vom 15. bis 18. Oktober 2025 reisten unsere Schüler des Leistungskurses Politische Bildung (PB 12) nach Straßburg, um am Euroscola-Programm des Europäischen Parlaments teilzunehmen. Der Höhepunkt der Fahrt war der Sitzungstag am 17. Oktober 2025, an dem unsere Schüler gemeinsam mit etwa 750 Teilnehmenden aus allen EU-Mitgliedstaaten und dem Vereinigten Königreich einen intensiven Einblick in die europäische Parlamentsarbeit erhielten.

Ein Tag im Europäischen Parlament

Der Tag begann mit einem gemeinsamen Frühstück im Europäischen Parlament. Anschließend folgte eine offizielle Eröffnung, bei der die Präsidentin des Europäischen Parlaments, Roberta Metsola, per Videobotschaft zu den Jugendlichen sprach. In einer anschließenden Fragerunde kamen die Schüler mit einem Vizepräsidenten sowie einem Ausschussmitglied des Parlaments ins Gespräch.

Im Mittelpunkt des Programms standen aktuelle europäische Themen. In moderierten Diskussionsrunden tauschten sich die Jugendlichen über Klimawandel, Generationengerechtigkeit und den Umgang mit Desinformation in sozialen Medien aus. Dabei konnten sie sowohl direkt im Plenarsaal als auch über digitale Tools wie Interactio und Slido Fragen stellen und Positionen einbringen.

Das Vormittagsprogramm beinhaltete neben der Fragerunde auch ein sogenanntes „Innovationslabor“, in dem die Schüler gemeinsam mit Fachleuten des Europäischen Parlaments Lösungsansätze zu aktuellen Fragestellungen entwickelten und anschließend darüber abstimmten.

Am Nachmittag nahmen die Teilnehmenden vor Ort an einem Simulationsspiel zum europäischen Gesetzgebungsverfahren teil. In der Rolle von Abgeordneten erlebten sie, wie komplex Verhandlungen, Änderungsanträge und Abstimmungsprozesse auf EU-Ebene sind.

Das Euroscola-Programm

Das Euroscola-Programm richtet sich an Jugendliche ab 14 bzw. 15 Jahren aus allen EU-Staaten und ermöglicht es ihnen, für einen Tag in die Rolle von Mitgliedern des Europäischen Parlaments zu schlüpfen. Ziel ist es, demokratische Kompetenzen zu stärken, politische Beteiligung zu fördern und europäische Werte erlebbar zu machen.

Für unsere Schüler des Leistungskurses PB war die Teilnahme an Euroscola eine besondere Gelegenheit, Demokratie nicht nur theoretisch zu lernen, sondern praktisch zu erleben – ein Lernort, der politische Bildung greifbar und lebendig macht.

Kin-Ball im Sportprofil 7 – Teamgeist in Bewegung

Im Rahmen unseres Sportunterrichts hatten die Schüler des Sportprofils 7 der Gesamtschule die Möglichkeit, eine besondere Sportart kennenzulernen: Kin-Ball. Dabei handelt es sich um eine kooperative Mannschaftssportart, die eine ganz neue Spielerfahrungen ermöglicht. Denn gespielt wird mit einem außergewöhnlich großen, aber sehr leichten Ball, der nur im Team kontrolliert und gespielt werden kann. Genau das macht Kin-Ball zu einer besonderen sportlichen Erfahrung.

Sportlicher Erfolg durch Zusammenarbeit

Sportlich fordert Kin-Ball nicht nur Reaktionsfähigkeit, Koordination und Orientierung im Raum, sondern vor allem kognitive Fähigkeiten wie Aufmerksamkeit, Antizipation und schnelle Entscheidungsfindung. Ziel des Spiels ist es, den Ball so zu schlagen, dass die anderen Teams ihn nicht fangen können. Dazu müssen die Spieler sich klar absprechen, gemeinsam agieren und sich gegenseitig unterstützen.

Lernen im Team

Gleichzeitig stehen bei Kin-Ball zentrale soziale Werte im Mittelpunkt: Kommunikation, Zusammenarbeit, Teamgeist, Respekt und Fair Play. Durch die besondere Spielstruktur werden alle Teilnehmenden aktiv eingebunden – jeder Schüler trägt Verantwortung für das Team. Individuelle Leistungen treten in den Hintergrund, während das gemeinschaftliche Handeln entscheidend wird.

Dazu sagt unsere Sportlehrerin Yasmin Schneider: „Wir haben uns dafür entschieden, diesen Workshop für das Sportprofil 7 zu buchen, weil er für eine große Gruppe gut umsetzbar ist, durch die unbekannte Sportart alle die gleichen Voraussetzungen haben und es bei Kin-Ball vor allem darum geht, Kommunikations- und Teambuildingkompetenzen auszubilden. Gerade für ein Profil, das sich erst seit sechs Wochen kennt, sind dies zentrale Kompetenzen für die weitere gemeinsame Arbeit.“

Zusammenhalt im Profilunterricht fördern

Gerade in der frühen Phase des Profilunterrichts bot Kin-Ball damit ideale Voraussetzungen, um Vertrauen aufzubauen, Rollen im Team zu finden und gemeinsame Strategien zu entwickeln. Der Workshop verband Bewegung, Spiel und pädagogisches Lernen und stärkte nicht nur die sportlichen Fähigkeiten, sondern auch das soziale Miteinander im Sportprofil 7.

Der Kin-Ball-Workshop war damit nicht nur eine sportliche Abwechslung, sondern ein wichtiger Baustein für die weitere gemeinsame Arbeit im Sportprofil 7. Wir nehmen viele positive Impulse für unseren Unterricht und das Miteinander in der Lerngruppe mit.

Nauener Altstadtlauf 2025: Unsere Campusgemeinschaft zeigt Ausdauer und Teamgeist

Der 5. Nauener Altstadtlauf war eine herbstliche Herausforderung, doch das tat der Begeisterung keinen Abbruch: Hunderte Teilnehmer trotzten Wind und Nieselwetter, um gemeinsam ein starkes Zeichen für Sport, Gemeinschaft und Zusammenhalt zu setzen. Wir waren natürlich wieder mit dem SV Leonardo da Vinci Nauen e.V. dabei. In diesem Jahr freuten wir uns über Rekordzahlen von über 300 Läufern und Helfern.

Ein Lauf für alle – von den Kleinsten bis zu den Erfahrenen

Der Leitgedanke des Nauener Altstadtlaufes bleibt klar: Eine Veranstaltung für die ganze Familie, für Groß und Klein, offen für alle – in einer toleranten, kulturellen und gemeinschaftlichen Atmosphäre.

Vier verschiedene Läufe standen auf dem Programm:

  • Bambinilauf (200 m)
  • Schnupperlauf (2 km)
  • Schul- & Teampokallauf (4 km)
  • Altstadtlauf (10 km)

Jeder „Finisher“ wurde mit einer Medaille ausgezeichnet. Zusätzlich konnten sich die Teilnehmenden direkt vor Ort eine personalisierte Urkunde ausdrucken lassen.

Wir waren mit Rekordanmeldungen dabei

Insgesamt 293 Läuferinnen und Läufer aus unserer Kita, Grundschule, Gesamtschule und dem Gymnasium gingen für unseren Campus an den Start – eine großartige Beteiligung!

Darüber hinaus sorgten engagierte Schüler als Streckenposten für Sicherheit entlang der Strecke, während weitere Schüler beim Auf- und Abbau aktiv mithalfen. Echte Teamarbeit – bei herbstlichem Nieselregen und teils rutschigem Kopfsteinpflaster eine besondere Leistung.

Trotz der widrigen Bedingungen konnten viele unserer Athletinnen und Athleten Podestplätze erreichen. Noch wichtiger jedoch: Alle, die mitgelaufen sind, haben ihr Bestes gegeben und den Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht.

Buntes Rahmenprogramm trotz grauem Himmel

Auch abseits der Laufstrecken war einiges geboten: Informations-, Verkaufs- und Aktionsstände sorgten für Abwechslung, darunter auch 15 kostenfreie Werbestände für Schulen, Vereine und gemeinnützige Projekte. Auf dem Martin-Luther-Platz lud eine große Bühne mit Moderation, Musik und Programm zum Verweilen ein – hier präsentierten sich zudem lokale Initiativen.

Danke an unser Sportkollegen-Team, an alle Läufer und Helfer

Ein besonderer Dank geht an unser Sportkollegen-Team und die zahlreichen Unterstützer hinter den Kulissen. Ohne das Engagement unserer Kollegen aus dem Sportfachbereich, der Streckenposten, des Technik- und Aufbauteams sowie aller Kinder und Jugendlichen, die mitgelaufen sind, wäre unsere Teilnahme an dieser Veranstaltung nicht möglich gewesen. Wir danken euch allen sehr!

Wir freuen uns schon jetzt auf die sechste Auflage und hoffen erneut auf so viel Engagement, Freude und Zusammenhalt wie in diesem Jahr!

Die Ergebnisse des 5. Nauener Altstadtlaufes findest du in Kürze hier: https://www.strassenlauf.org/va_ergebnisse.php

14. Kinder-Uni 2025 – Ein voller Erfolg und ein wertvolles Lernangebot für alle Beteiligten

In diesem Jahr hat zum 14. Mal die Kinder-Uni auf unserem Campus stattgefunden – ein besonderes Projekt, bei dem unsere Elftklässler des Internationalen Ganztagsgymnasiums spannende Workshops für Sechstklässler entwickeln und selbst durchführen. In diesem Jahr hatten wir Besuch von den Schülern der Käthe-Kollwitz-Grundschule und der Grundschule am Lindenplatz aus Nauen sowie der Europaschule am Gutspark aus Falkensee.

Unsere Kolleginnen Nadyn Giebe und Marianne Vollbrecht leiten das Projekt im Hintergrund und erzählen im Interview, warum dieses Angebot so wertvoll für alle Beteiligten ist.

Redaktion: Die Kinder-Uni ist inzwischen über die Jahre zu einem wichtigen Projekt gewachsen. Warum ist die Kinderuni so wertvoll?

Nadyn Giebe: Unsere Oberstufenschüler zeigen ihr fachliches Verständnis nicht nur theoretisch, sondern wenden ihr Wissen praktisch an, indem sie eigenständig Workshops planen und durchführen. Das ist eine komplexe und anspruchsvolle Aufgabe.

Marianne Vollbrecht: Dabei lernen sie auch, sich in die Perspektive der jüngeren Kinder hineinzuversetzen: Was interessiert Sechstklässler? Welche Themen könnten für sie schwierig sein? Diese Fähigkeit zur Perspektivübernahme ist eine wichtige soziale Kompetenz.

Redaktion: Wenn ich mir das Programm anschaue, sind das teilweise schon recht anspruchsvolle Themen. Verstehen das die Sechstklässler?

Nadyn Giebe: Ja, das ist die Herausforderung. Unsere Schüler müssen komplexe Inhalte so vereinfachen, dass sie für die Jüngeren verständlich bleiben, dabei aber fachlich korrekt bleiben. Das fördert die Kommunikationsfähigkeit enorm.

Marianne Vollbrecht: Zudem müssen die Jugendlichen kreativ sein, um ihre Workshops ansprechend und spannend zu gestalten. Die Teamarbeit steht dabei im Mittelpunkt. Planung, Abstimmung, gegenseitige Unterstützung und das Nutzen der Stärken aller Beteiligten. Auch organisatorische Fähigkeiten werden gefördert: Zeitplanung, Materialkalkulation und der nachhaltige Umgang mit Ressourcen sind wichtige Lernfelder.

Redaktion: Die Kinderuni verbindet also fachliches Lernen mit wichtigen sozialen und methodischen Kompetenzen. Was ist aus eurer Sicht noch wichtig an diesem Projekt?

Nadyn Giebe: Die Oberstufenschüler übernehmen eine Vorbildrolle. Sie gehen fürsorglich und verantwortungsbewusst mit den jüngeren Kindern um. Außerdem lernen sie viel im Bereich Feedback und Reflexion. Nach der ersten Durchführung erhielten die Schüler Feedback von Lehrkräften und den Sechstklässlern und konnten ihre Workshops weiter verbessern. So erleben sie, wie sich Überarbeitung positiv auf das Ergebnis und die eigene Zufriedenheit auswirkt.

Redaktion: Vielen Dank für eure Einblicke und Hintergründe!

Vielfältige Workshops mit großem Engagement

Die angebotenen Workshops waren auch in diesem Jahr so vielfältig wie spannend: Von technischen Projekten wie dem Nachbau von Leonardo da Vincis Brücke, über naturwissenschaftliche Experimente zu Nahrungsnetzen, Flüssigkeitsschichten oder Raketenbau, bis hin zu kreativen Workshops wie „Rechtschreibdetektive“ oder „Mathe mit Minecraft“. Auch lebensnahe Themen wie Erste-Hilfe am Strand oder Bestandteile der Nahrung standen auf dem Programm.

Diese Vielfalt bot den Sechstklässlern zahlreiche Gelegenheiten, Neues zu entdecken und spielerisch zu lernen – und den Oberstufenschülern wertvolle Erfahrungen im Präsentieren, Unterrichten und Zusammenarbeiten.

Wir sind sehr stolz auf alle Beteiligten und freuen uns auf viele weitere spannende Kinder-Unis, bei denen Lernen, Kreativität und Gemeinschaft im Mittelpunkt stehen!

14. Kinder-Uni auf dem Leonardo Da Vinci Campus Nauen

Die Kinder-Uni auf dem Leonardo da Vinci Campus Nauen

Die Kinder-Uni verbindet fachliches Lernen mit wichtigen überfachlichen Kompetenzen. Jedes Jahr vertiefen Oberstufenschüler ihr Wissen, indem sie es an jüngere weitergeben – ein effektiver Weg, um Verständnis zu festigen. Die Vereinfachung und Anpassung der Inhalte fördert gleichzeitig die Fähigkeit zur Perspektivübernahme und zielgruppengerechten Kommunikation.

Durch die kreative Gestaltung der Workshops und die Teamarbeit entwickeln die Jugendlichen ihre sozialen und organisatorischen Fähigkeiten weiter. Das Planen und Durchführen eines eigenen Workshops verlangt Verantwortung, Zeitmanagement und den bewussten Umgang mit Ressourcen – wichtige Kompetenzen für das spätere Berufsleben.

Das wiederholte Überarbeiten nach Feedback stärkt die Reflexionsfähigkeit und das Bewusstsein für Qualität in der eigenen Arbeit. Darüber hinaus lernen die älteren Schüler Fürsorge und Vorbildfunktion im Umgang mit den jüngeren, was das soziale Miteinander an unserem Campus nachhaltig fördert.

Hier geht’s zum Blogartikel der letzten Kinder-Uni 2024.

Anmeldung und Teilnahme

Die Kinder-Uni gibt es seit 2011 auf dem Campus. Sie findet immer im Spätsommer bzw. Herbst statt. Schüler der 5./6. Klassen aus allen Havelländischen Grundschulen können sich dafür anmelden und daran teilnehmen. Veranstaltet wird die Kinder-Uni von unseren Schülern des Internationalen Ganztagsgymnasiums.

Coach im Klassenzimmer: Neue Ideen aus der Erasmusreise nach Palermo

Wir denken weiter – nicht nur in Sachen Digitalisierung und Didaktik, sondern auch in der Haltung gegenüber dem Lernen. Im Rahmen des Erasmus+-Programms reisten zwei Kolleginnen unserer Grundschule nach Palermo, um ihre Coaching-Skills zu erweitern. In der inspirierenden Weiterbildung „Emotional Intelligence and Coaching Skills for Teachers“ lernten sie, wie sie ihre Schüler emotional und motivierend noch besser unterstützen können.

Vom Lehrer zur Lernbegleitung

Die zentrale Idee des Kurses: Lehrkräfte sind heute weit mehr als reine Fachvermittler. Denn der klassische Frontalunterricht, bei dem die Lehrkraft spricht und die Klasse zuhört, ist längst aufgebrochen. Moderne Pädagogik setzt auf Dialog, Zusammenarbeit und individuelle Förderung. Lehrkräfte begleiten Lernprozesse, motivieren, stellen Fragen, geben Orientierung und unterstützen Schüler individuell. Ein „Coach“ zu sein bedeutet, Schüler nicht nur zu unterrichten, sondern sie auf ihrem Lernweg aktiv zu unterstützen – mit Fragen, Feedback, Gesprächen und echtem Interesse.

Emotionen verstehen – auch im Klassenzimmer

Ein zentrales Thema ist daher die emotionale Intelligenz. Lehrkräfte, die ihre eigenen Emotionen kennen und mit denen der Schüler bewusst umgehen, schaffen ein besseres Lernklima. Denn Lernen funktioniert nur dort gut, wo man sich wohl und verstanden fühlt. Dies wird gefördert durch die emotionale Bindung zu den Schülern. Unsere Kolleginnen erfuhren, wie sie durch gezielte Fragen und aktives Zuhören ihre Schüler auf ihrem Lernweg begleiten. Die Weiterbildung zeigte auch, warum diese Fähigkeit so wichtig ist und wie wir sie im Schulalltag fördern können.

Coaching ist eine Haltung – kein zusätzliches Fach

Im Kurs wurde schnell klar: Coaching ist keine Methode, die man mal eben „anwendet“, sondern eine Haltung. Es geht um Empathie, Vertrauen, Reflexion – und darum, den Menschen hinter dem Lernenden zu sehen. Somit war ein weiterer wichtiger Aspekt das Growth Mindset: die Haltung, dass Fehler nicht Misserfolge sind, sondern Chancen zum Lernen. Diese Sichtweise fördert Selbstvertrauen und Durchhaltevermögen bei den Schülern – und auch bei uns selbst.

Unsere Kolleginnen testeten dabei verschiedene Coaching-Tools wie Dixit Cards, Gefühlswürfel, Awareness Map, die Eisenhower Matrix und 6 Thinking Hats. Diese Methoden helfen dabei, das Lernen interaktiv und motivierend zu gestalten. Zu guter Letzt stand das Thema Feedback im Mittelpunkt. Das Üben verschiedener Techniken, um eine offene und wertschätzende Kommunikation im Klassenzimmer zu fördern, stand hierbei im Fokus.

Erasmus-Reise: Toller Input für unsere Arbeit

Diese Weiterbildung bot neben neuen Methoden und theoretischem Input auch Raum für den Austausch mit Kollegen aus ganz Europa und für persönliches Wachstum. Unsere Kolleginnen bringen viele Ideen mit zurück an unseren Campus und möchten einige Coaching-Elemente ganz konkret in das Lernen einbauen: durch gezieltere Gesprächsführung, stärkere Schülerbeteiligung und mehr Raum für persönliches Wachstum.

Wieder einmal wird deutlich, dass sich die Rolle der Lehrkraft verändert. Wenn wir Schüler nicht nur belehren, sondern begleiten, entsteht ein Lernen, das nicht nur Wissen vermittelt, sondern Selbstvertrauen, Verantwortung und Motivation stärkt. Die Erfahrungen aus Palermo zeigen: Ein „Coach im Klassenzimmer“ zu sein bedeutet nicht, alles neu zu machen – sondern bewusst, zugewandt und mutig neue Wege zu gehen.

Hier den ganzen Artikel „How to become the coach of your classroom“ lesen.

Wir gewinnen den ISTAF Schools Cup 2025!

Was für ein Tag! Beim diesjährigen ISTAF Schools Cup am 27. Juli 2025 – eingebettet in eines der größten Leichtathletikfeste Deutschlands – gelang unseren schnellsten Mädchen und Jungen etwas, worauf wir seit vielen Jahren hingearbeitet haben: Unsere Campus-Staffel der Jahrgänge 2014 und jünger gewann erstmals den Schools Cup!

Vor knapp 30.000 Zuschauern im Berliner Olympiastadion lieferten unsere Sporttalente eine herausragende Leistung ab. Mit einem souveränen Sieg im Zwischenlauf und einer beeindruckenden Endlaufzeit von 56,35 Sekunden bestätigte das Team seine starke Vorlaufzeit (56,14 s).

Die 8x50m-Staffel, bei der jeweils vier Jungen und vier Mädchen antreten, war in diesem Jahr eine besondere Herausforderung: Aufgrund des Ferienbeginns musste die Mannschaftsstärke halbiert werden. Umso größer ist die Freude über den Sieg – den ersten seit Beginn unserer Teilnahme im Jahr 2013. Nach zahlreichen Finalteilnahmen und zwei zweiten Plätzen in 2021 und 2024 ist dies nun die verdiente Krönung für unsere Kinder.

Für Christian Sander ist dies ein ganz besonderer Moment:

„Wir haben heute quasi Historisches geleistet: Als erste Staffel des Campus haben wir beim Istaf gewonnen. Ich arbeite seit mehr als 10 Jahren daran. Wir haben heute zwei großartige Läufe gezeigt. Auf der Tribüne mitzufiebern ist mindestens so aufregend, wie selbst zu laufen. Der Erfolg ist umso schöner, als das alle Kinder daran beteiligt waren.

Großer Dank an unsere Staffel

Wir sagen: Herzlichen Glückwunsch an unsere unglaubliche Staffel! Ihr habt unseren Campus stolz gemacht und gezeigt, was Teamgeist, Mut und Leidenschaft bewirken können. Besonderer Dank gilt den Familien, die teils ihre Urlaubspläne verschoben, damit der Start überhaupt möglich wurde. Wir wünschen nun allen Kindern und Familien eine erholsame Ferienzeit!

Projektwoche „Anders sein“ für die 5. Klassen: Lernen, erinnern und Verantwortung übernehmen

Wie im vergangenen Jahr widmen sich unsere 5. Klassen der Grundschule in ihrer Projektwoche dem Thema „Anders sein“. Dabei verbinden wir historisches Lernen mit unseren Werten: Respekt, Vielfalt, Verantwortung und Zivilcourage. Die Schüler setzen sich aktiv mit Ausgrenzung in Vergangenheit und Gegenwart auseinander – und entwickeln ein Bewusstsein dafür, wie wichtig Menschenrechte und ein wertschätzendes Miteinander sind.

Vielfalt verstehen: Grundlagen im Unterricht

Zu Beginn lernten die Kinder im LER-Unterricht die jüdische Religion kennen. Sie beschäftigten sich mit Essen, Kleidung, Traditionen und Festen. So erhielten sie einen lebensnahen Einblick in jüdische Kultur und lernten Vielfalt als Bereicherung kennen.

Anschließend erarbeiteten sie altersgerecht, wie Juden im Nationalsozialismus lebten. Sie erfuhren, unter welchen Einschränkungen sie bereits vor dem Zweiten Weltkrieg standen und wie sie später verfolgt wurden. Dabei diente die Geschichte von Otto Weidt als konkretes Beispiel für Mut und Menschlichkeit in einer unmenschlichen Zeit.

Spurensuche in Nauen: Die Stolperstein-Rallye

Bei einer Stolperstein-Rallye durch Nauen begaben sich unsere Fünftklässler anschließend auf eine bewegende Spurensuche. Sie erfuhren, welche Menschen hier verfolgt wurden und aus welchen Gründen. Die Kinder lasen Namen, stellten Fragen und tauschten sich aus. So wurde Geschichte konkret und greifbar. Gleichzeitig lernten sie, wie wichtig es ist, Erinnerung wachzuhalten und Verantwortung zu übernehmen. Dies bereitet sie auch auf die Übernahme von Patenschaften vor. Traditionell übernehmen unsere Sechstklässler für ein Jahr Stolpersteine-Patenschaften. Dazu mehr hier.

Besuch der Blindenwerkstatt in Berlin

Ein weiterer Baustein war der Besuch der Blindenwerkstatt Otto Weidt. Dort erfuhren die Schüler, wie Otto Weidt blinde und gehörlose jüdische Menschen schützte und ihnen Arbeitsplätze gab. Die Kinder erlebten, dass Einzelne auch in schwierigen Zeiten Verantwortung übernehmen können. Diese Erkenntnis stärkt ihr Bewusstsein: Jeder kann im eigenen Umfeld Haltung zeigen und für andere einstehen.

Lernen am historischen Ort: Gedenkstätte Börnicke

Schließlich fuhren die Klassen mit dem Fahrrad zur Gedenkstätte KZ Börnicke. Dort setzen sie sich mit der Geschichte des ehemaligen Konzentrationslagers auseinander. Der Besuch des authentischen Ortes ermöglicht ein vertieftes historisches Lernen. Unsere Schüler erlebten, dass Ausgrenzung und Menschenrechtsverletzungen reale Folgen hatten – und dass es unsere Aufgabe ist, solchen Entwicklungen entgegenzuwirken.

Warum sind Selbstwirksamkeit und Werteorientierung wichtig?

Die Projektwoche „Anders sein“ folgt einem klaren Ansatz. Die Kinder lernten nicht nur Fakten, sondern setzten sich aktiv mit Fragen von Gerechtigkeit, Vielfalt und Verantwortung auseinander. Sie reflektierten, warum „Anders sein“ früher und auch heute zu Ausgrenzung führen kann. Gleichzeitig erkannten sie, welche Rechte allen Menschen zustehen und wie wichtig deren Schutz ist. Durch Exkursionen, Gespräche und kreative Aufgaben erfuhren die Schüler, dass ihr eigenes Handeln zählt. Sie erlebten sich als wirksam und entwickeln Empathie sowie Zivilcourage – zentrale Ziele unseres Leitbildes.

Gemeinsam für ein respektvolles Miteinander

Die Projektwoche „Anders sein“ an der Grundschule zeigt eindrucksvoll, wie wir unsere Werte des Leitbildes im Lernalltag einbinden. Wir fördern historisches Bewusstsein, stärken die Persönlichkeit der Kinder und ermutigen sie, Verantwortung zu übernehmen. So lernen unsere Schüler: Vielfalt ist eine Stärke – und jeder Mensch verdient Respekt, Schutz und Wertschätzung.

Deutsche Schulschachmeisterschaft 2025: 3. Platz für unser Mädchen-Team aus der Grundschule

Mit dem Sieg bei der Brandenburger Schulschachmeisterschaft im März hat sich das Team aus Lene Pygoch, Alina Glaubitz, Junyan Tang und Emilia Krafft für die Deutsche Schulschachmeisterschaft qualifiziert. Am 15.06.2025 war es endlich soweit, und die Zugfahrt nach Osnabrück war der Start in ein großes Abenteuer. Die vier Mädchen sind ein eingespieltes Team, und auch bei 5 Stunden Fahrt gab es immer etwas zu bequatschen.

Die Deutsche Schulschachmeisterschaft 2025

Insgesamt standen für die 18 Teams aus ganz Deutschland 7 Runden, verteilt auf 3 Tage, auf dem Plan. In der ersten Runde ging es Montagmorgen gegen die Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule Düsseldorf. Dabei gewann das LDVC-Team mit einem klaren 4:0. Es folgte am Mittag die 2. Runde gegen die Wilhelm-Neuhaus-Schule Bad Hersfeld. Mit einem taktischen Remis gewannen die Mädchen auch diese Runde mit 2,5:1,5. Runde 3 am Montagnachmittag gegen die Dreisprachige Internationale Grundschule Magdeburg war der spannendste Kampf des Tages, bei dem die LDVC-Mädchen leider knapp mit 1,5:2,5 verloren. Dabei stand nur die Zeitknappheit einem eigentlich verdienten Remis im Weg, denn gekämpft wurde bis zur letzten Minute. Bilanz nach dem ersten Tag: 4 Punkte aus möglichen 6, ein super Start.

Auch am Dienstag standen wieder drei Partien an. Runde 4 am Morgen startete mit einem erfolgreichen 3:1 gegen die Eichendorffschule Moers. Mittags in Runde 5 war die Grundschule Klitzscher aus Sachsen der Gegner. Es war eine sehr spannende Partie, die am Ende mit 2,5:1,5 an den LDVC ging. Runde 6 am Nachmittag brachte die Schule Windmühlenweg Hamburg als Gegner, es war bereits ein Spitzenduell. Die Mädchen hatten einen sehr starken Auftritt gegen die im Schach immer sehr starken Hamburgerinnen. Alle zitterten mit, und die Runde brachte ein ausgeglichenes Unentschieden mit 2:2. Somit endete Tag zwei mit unfassbaren 5 Punkten aus möglichen 6, somit stand das LDVC-Team nach Tag zwei mit 9 Punkten auf Platz 3.

An Tag 3 war die Aufregung schon beim gemeinsamen Frühstück zu spüren. Die Mädels berieten sich, rechneten und überlegten sich sehr genau, welche Ergebnisse welche Platzierungen bedeuten würden. Für 4 Teams war noch alles möglich von Platz 1 bis 4, und das LDVC-Team war eines davon. In der 7. Runde war die Grundschule Garching-West der Gegner. Es war unklar, ob in dieser Runde die Spielerinnen oder die Begleitungen aufgeregter waren. Aber die Mädchen überzeugten mit ihrem Können und gewannen auch die letzte Runde mit einem 3:1. Die Platzierungen blieben bis zuletzt spannend, da die Teams sehr nah beieinander lagen; die Zweitwertung (sogenannte Buchholzwertung) hat für die Entscheidung gesorgt.

Am Ende gewinnt unser Team aus Lene, Alina, Junyan und Emilia sehr erfolgreich mit 11 Mannschaftspunkten und 18,5 Brettpunkten den 3. Platz. Dies war ein echter Team-Erfolg, denn jedes Mädchen hat wichtige Punkte erzielt. Magdeburg landet bei gleicher Mannschaftspunktzahl nur aufgrund der Zweitwertung knapp vor uns auf Platz 2, Hamburg gewinnt mit 12 Mannschaftspunkten Platz 1.

Für die vier Schülerinnen war es die erste Teilnahme an der Deutschen Schulschachmeisterschaft. Sie hatten sehr viel Spaß am Turnier, sowohl am Brett als auch in der gemeinsam gestalteten Freizeit. Ein großer Dank geht an Niclas Franz, der die Mädchen immer mit vollem Elan trainiert, und an Frank Neumann, der bei den Vieren den Funken entfacht und sie zu großen Schachfans gemacht hat.

Vielen Dank für den Bericht von Melanie Krafft!

Tolle Erfolge beim Finale der Kreisolympiade 2025

Am 25. Juni 2025 fand das Finale der Kreisolympiade junger Sportler statt, und unsere Kinder zwischen 6 und 13 Jahren haben hervorragende Leistungen gezeigt. Zahlreiche Medaillen und Top-Platzierungen zeugen von ihrem Engagement und ihrem Teamgeist.

Medaillen und Spitzenleistungen

Unsere jungen Athleten gewannen acht Medaillen im Dreikampf (Ballwurf, Sprint, Weitsprung), eine Medaille beim 600-m-Lauf und zwei von drei Medaillen in den Altersklassen der 4 x 800-m-Staffel. Herausragend war der Sieg von Charles Kesselschläger bei den 8-jährigen Jungen.

Zusätzlich erzielten etwa 80 Prozent der Kinder deutlich bessere Leistungen als in der Vorrunde in Dallgow. Für viele war dies ein tolles Finale des Leichtathletikjahres, während einige schon gespannt dem Albacup am 5. Juli und dem möglichen Istaf-Staffel-Finale entgegenfiebern.

Großes Dankeschön

Wir gratulieren allen unseren jungen Sportlern herzlich zu ihren großartigen Erfolgen und danken den Trainern und Betreuern für ihre Unterstützung. Ihr habt gezeigt, dass Ehrgeiz, Teamgeist und Freude am Sport perfekt zusammenpassen!

Die Kreisolympiade junger Sportler

Die Kreisolympiade ist der größte Breitensportwettbewerb im Landkreis Havelland. Seit 1993 hat sie sich von 18 Sportarten und 5.000 Teilnehmern auf heute 25 Disziplinen mit über 6.500 jungen Menschen entwickelt. Neben sportlicher Leistung zählen Teamgeist und Fairplay. Die Kreissportjugend vergibt dafür jährlich den Fair-Play-Preis. Politik, Verwaltung, Vereine und Schulen begleiten die Wettkämpfe, eröffnen die Wettbewerbe und nehmen aktiv an der Medaillenvergabe teil. Zum Abschluss der Saison werden alle Helfer:innen, Kampf- und Schiedsrichter:innen bei einer Dankveranstaltung geehrt – ein Zeichen für die starke Gemeinschaft hinter der Kreisolympiade.

Erfolgreiches Bläserklassentreffen in Falkensee

Am 17. Juni 2025 trafen sich in der Stadthalle Falkensee Bläserklassen aus Nauen, Friesack, Ketzin und Falkensee zum diesjährigen Bläserklassentreffen. Unser Campus war in Begleitung von Simone Bellée mit 52 Kindern aus den Klassen 3 bis 11 vertreten. Organisiert wurde der Tag von Constance Tschatschanidse von der Musik- und Kunstschule Havelland, die für ein intensives, gemeinsames Musizieren sorgte.

Gemeinsames Musizieren im Probentag

Insgesamt nahmen 120 Kinder aus Nauen, Friesack, Ketzin, Falkensee und Umgebung teil. Schon im Unterricht hatten die Kinder die Stücke geübt. Am Probentag wurden diese dann zusammengefügt und gemeinsam geprobt. Die jungen Musiker arbeiteten konzentriert, unterstützten sich gegenseitig und übten mit viel Freude – trotz des langen Tages von 8:30 bis 15:00 Uhr. Viele berichteten anschließend, wie viel Freude es bereitet hat, mit so vielen anderen jungen Musikern gemeinsam zu spielen.

Konzert als Höhepunkt

Als Höhepunkt präsentierten die Kinder das einstudierte Programm um 16:00 Uhr beim öffentlichen Konzert. Das Publikum war begeistert, applaudierte kräftig und belohnte die harte Arbeit der Schüler. Die Mühe der Proben hatte sich gelohnt, denn alle Beteiligten zeigten ihr Können im Zusammenspiel der unterschiedlichen Altersgruppen.

Musik verbindet alle Altersgruppen

Dieser Tag war nicht nur ein musikalisches Highlight, sondern auch eine Gelegenheit, Teamgeist, Konzentration und Zusammenarbeit zu erleben.

Wir gratulieren allen Kindern und Jugendlichen zu ihrem großartigen Einsatz und danken den Lehrern, insbesondere Simone Bellée, Organisatoren und Eltern, die diesen besonderen Tag möglich gemacht haben. Das Bläserklassentreffen hat einmal mehr gezeigt: Musik verbindet, motiviert und macht Spaß!

Leo-Trepp-Schülerpreis: Doppelte Auszeichnung im bundesweiten Wettbewerb

Ein außergewöhnlicher Erfolg für unsere Schule: Beim diesjährigen Leo-Trepp-Schülerpreis wurden gleich zwei Schülergruppen aus dem Seminarkurs Ästhetische Bildung, begleitet von unserer Lehrerin Ina Gebel,  ausgezeichnet. Im bundesweiten Wettbewerb zum Jahresthema „Jüdische Popkultur“ errangen sie sowohl den ersten als auch den zweiten Preis – ein starkes Zeichen für kreatives Arbeiten, historisches Bewusstsein und gesellschaftliche Verantwortung.

Erster Preis: Lernspiel „Jüdische Kulturreise“

Den ersten Preis erhielten Maya Elliger, Sophie Krause, Natalie Firoozan und Charis Opitz. Sie entwickelten im Rahmen ihres Seminarkurses das Lernspiel „Jüdische Kulturreise“, das sich unter anderem mit jüdischen Symbolen, Filmen und der Musik von Leonard Cohen auseinandersetzt. Ziel des Spiels ist es, Jugendlichen einen spielerischen und positiven Zugang zu jüdischer Geschichte und Kultur zu eröffnen.

Zweiter Preis: Ausstellungskoffer zu Erich Wolfgang Korngold

Der zweite Preis ging an Felix Michel und Kai Ried, die einen Ausstellungskoffer zu Erich Wolfgang Korngold gestalteten. Ergänzt wurde das Projekt durch ein Anleitungs-Video. Die Schüler setzten sich intensiv mit dem Leben und Werk des jüdischen Komponisten auseinander, dessen Musik im Nationalsozialismus verboten war, obwohl er als Begründer der symphonischen Filmmusik bis heute großen Einfluss hat.

Preisverleihung im Jüdischen Museum Rendsburg

Die feierliche Preisverleihung des Leo-Trepp-Schülerpreises fand am 17. Juni im Jüdischen Museum in Rendsburg statt. Bundesweit wurden nur 32 Arbeiten eingereicht – vier davon stammten aus Brandenburg. Vertreter aus Politik und Bildung würdigten insbesondere den kreativen Ansatz der Jugendlichen sowie ihren Beitrag zur Erinnerungskultur.

Respekt, Courage und demokratisches Handeln sind uns wichtig

Die erfolgreichen Projekte spiegeln direkt die Werte unseres Leitbildes wider: Toleranz, Respekt, Solidarität, Zivilcourage und die bewusste Auseinandersetzung mit Geschichte und Kultur. Als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ setzen wir uns dafür ein, dass Kinder und Jugendliche nicht nur Wissen erwerben, sondern auch sozial, verantwortungsvoll und engagiert handeln. Unsere Schüler leben und lernen selbstbestimmt, entwickeln ihre individuellen Potenziale und stärken durch Projekte wie diese ihr Verantwortungsbewusstsein.

Danke für euer Engagement und eure Kreativität

Wir gratulieren allen beteiligten Schülern herzlich zu diesem großartigen Erfolg und danken auch den begleitenden Lehrkräften für ihre engagierte Unterstützung. Die Auszeichnungen zeigen eindrucksvoll, wie wir auf dem Campus Raum für kreatives, reflektiertes und gesellschaftlich relevantes Lernen schaffen können.

Zum Leo-Trepp-Schülerpreis

Der Leo-Trepp-Schülerpreis wurde 2019 von der gleichnamigen Stiftung ins Leben gerufen. Ziel ist es, Schüler aktiv an die jüdische Geschichte und Kultur heranzuführen und sie zu selbstständigem, reflektiertem Lernen zu motivieren. Teilnehmen können Schüler der Klassen 9 bis 12 aus ganz Deutschland. Dabei sind alle Projektformen willkommen – von Spielen über Filme bis hin zu Ausstellungen oder kreativen Medienprojekten. Der Namensgeber, Leo Trepp, war Landesrabbiner in Oldenburg und ein Mahner gegen Antisemitismus und Menschenhass. Der Preis vermittelt somit nicht nur Wissen, sondern auch Werte wie Verantwortung, Toleranz und gesellschaftliches Engagement.

Fotos: Kai-Ole Nissen / MBWFK

Mit Leidenschaft, Disziplin und Vertrauen: Helen im Interview über ihren Weg im Westernreiten

Seit ihrer frühen Kindheit sitzt Helen im Sattel – heute ist sie 18 Jahre alt, besucht die 11. Klasse (WUN) und gehört bereits zu den vielversprechenden Nachwuchsreiterinnen im Westernreitsport. Besonders die Disziplin Reining hat es ihr angetan: präzise, schnell, technisch anspruchsvoll und voller Ausdruck. Dass sie diesen Weg so konsequent gehen kann, verdankt sie nicht nur ihrer eigenen Disziplin und Leidenschaft, sondern auch dem unterstützenden Umfeld aus Familie, Pferden – und Schule.

Zu ihren wichtigsten vierbeinigen Partnern zählen mehrere Pferde, die sie auf ganz unterschiedlichen Etappen ihres sportlichen Weges begleiten:
Steppi brachte sie zur Reining und trug sie durch ihre ersten größeren Turniere. Whisky war im vergangenen Jahr ihr sportliches Sprungbrett in den leistungsorientierten Wettkampfbereich. Aktuell lernt Helen gemeinsam mit Muffin, ihrem neuen Turnierpferd, noch einmal ganz neu dazu – erst vor einer Woche gewann das Duo beim italienischen Derby in Cremona 3.548 US-Dollar. Nevio, der Jüngste im Stall, ist besonders talentiert, braucht aber noch Routine – daran arbeiten sie Schritt für Schritt.

Helen, was fasziniert dich am Westernreiten?

Eigentlich alles! Die Atmosphäre, der besondere Flair auf den Turnieren, die Harmonie zwischen Reiter und Pferd und die harte Arbeit im Training. Auf hohem Niveau sieht alles ganz leicht aus – dabei steckt so viel Feinarbeit, Vertrauen und Teamwork dahinter. Für mich ist Westernreiten mehr als nur ein Sport – es ist das, wofür es sich für mich zu leben lohnt.

Wie würdest du Westernreiten jemandem kurz erklären, der nicht so viel Ahnung davon hat?

Westernreiten ist schnell, präzise und spektakulär, aber gleichzeitig auch sehr vielseitig. Die unterschiedlichen Disziplinen – vom Trail bis zur Reining – stellen hohe körperliche und mentale Anforderungen an Pferd und Reiter. Für mich geht es dabei nicht nur um Technik, sondern vor allem um das Gefühl, Vertrauen und eine feine Kommunikation mit dem Pferd.

Inzwischen nimmst du sehr erfolgreich an verschiedenen Turnieren teil. Wie bist du zum Wettkampfsport gekommen?

Zum Westernreiten bin ich durch meine Mutter gekommen, sie reitet selbst schon seit ihrer Kindheit. Schon früh haben wir gemeinsam kleinere, regionale Turniere besucht. Seit 2023 starte ich auch auf größeren Turnieren in ganz Deutschland und bin mittlerweile international unterwegs, unter anderem in Frankreich, Italien, Belgien und den Niederlanden.

Ich starte regelmäßig auf regionalen Turnieren, um meinen Pferden Routine und Sicherheit zu geben – denn auch sie müssen Turniererfahrung sammeln. Zusätzlich reite ich auf nationalen und internationalen Top-Events, bei denen das sportliche Niveau sehr hoch ist.

Was ist deine Lieblingsdisziplin und warum?

Der Westernreitsport ist extrem facettenreich. Ich habe lange Zeit verschiedene Disziplinen ausprobiert, unter anderem auch Ranch-Klassen, die mir viel Spaß gemacht haben, weil sie die Arbeit auf einer echten Farm widerspiegeln. Am Ende hat mich aber die Reining überzeugt. Das sind schnelle, dynamische Manöver. Mich faszinieren daran einfach das hohe technische Niveau und die Ausdrucksstärke dieser Disziplin.

Beruf oder Hobby – wie siehst du deine Zukunft im Reitsport?

Ob ich den Reitsport beruflich machen möchte, beschäftigt mich schon sehr lange. Momentan tendiere ich dazu, diesen Weg professionell zu gehen, möchte mich aber noch nicht endgültig festlegen. Ich hatte bereits Jobangebote, unter anderem vom erfolgreichsten Reining-Reiter Europas. Trotzdem habe ich mich bewusst dafür entschieden, zuerst mein Abitur zu machen. Mir ist wichtig, abgesichert zu sein – denn niemand weiß, was die Zukunft bringt oder ob man irgendwann nicht mehr reiten kann.

Welche Zukunftsperspektiven siehst du außerhalb des Reitens?

Falls es mit dem Reiten irgendwann nicht mehr passen sollte oder ich mich anders entscheide, interessieren mich vor allem Berufe im tiermedizinischen Bereich. Tierärztin oder Hufschmiedin wären für mich spannende Optionen – aber vielleicht entdecke ich auch noch etwas ganz Neues.

Du scheinst viel unterwegs zu sein – was sagt die Schule dazu?

Ich bin sehr dankbar für die Unterstützung durch meine Schule. Gerade bei internationalen Turnieren, die oft außerhalb der Ferien stattfinden, bekomme ich Freistellungen. Das ist für mich nicht selbstverständlich, und ich schätze es sehr, dass mein sportlicher Ehrgeiz anerkannt wird.

Und wie schaffst du dann die Balance zwischen Schule und Reiten?

Während der Turniere habe ich meistens keine Zeit für Schulsachen, deshalb arbeite ich vor oder nach – oft auch auf der Rückfahrt vom Turnier. Ich plane meine Wochen sehr genau: Welche Aufgaben müssen wann erledigt sein? Wann trainiere ich meine Pferde? Natürlich klappt das nicht immer perfekt, aber ich versuche, so strukturiert wie möglich zu arbeiten. Wenn es eng wird, hilft es sehr, offen mit den Lehrkräften zu sprechen – bisher habe ich immer Verständnis erlebt.

Wir bewundern, wie du deinen Weg gehst. Hast du einen Tipp für andere Schülerinnen und Schüler?

Macht euch nicht zu viel Stress. Wenn ihr wirklich für etwas brennt, dann schafft ihr das auch – mit Leidenschaft, Ehrgeiz und einer guten Struktur.

Zu guter Letzt: Was ist dein großer Traum?

Mein großes Ziel ist es, einmal Derby Champion zu werden – das sind Turniere für Pferde im Alter von fünf bis acht Jahren. Außerdem möchte ich unbedingt in die USA, um dort zu lernen und mich weiterzuentwickeln. Dafür gebe ich alles.

Vielen Dank für das Interview!

Stark bleiben: Suchtprävention im NaWi-Unterricht der 6ib

Unsere Schüler der Klasse 6ib des Gymnasiums beschäftigten sich in den vergangenen Wochen intensiv mit dem Thema Suchtprävention. Im NaWi-Unterricht setzten sich die Schüler altersgerecht, offen und reflektiert mit unterschiedlichen Formen von Abhängigkeit auseinander.

Lernen, verstehen und hinterfragen

Zunächst beschäftigten sich die Schüler mit verschiedenen stoffgebundenen und ungebundenen Abhängigkeiten. Gemeinsam untersuchten die Kinder Ursachen, Folgen und die Entstehung von Sucht. Dabei lernten sie auch die sogenannte Suchtspirale kennen und erfuhren, wie Abhängigkeit auf das Gehirn wirkt.

Anhand von realen Suchtgeschichten aus Dokumentationen reflektierten die Schüler, welche Veränderungen Menschen erleben, wenn sie sich Hilfe holen. Der Fokus lag dabei bewusst auf Hoffnung, Entwicklung und neuen Perspektiven.

Kreativ gegen Sucht

Ein besonderes Highlight war ein kreatives Projekt: Die Schüler schlüpften in die Rolle einer Werbeagentur. Im Auftrag einer fiktiven Krankenkasse entwickelten die Kinder Slogans zur Aufklärung und Vorbeugung von Suchterkrankungen. So verbanden sie Fachwissen mit Kreativität und klarem gesellschaftlichem Bezug.

Unterstützung durch die Jugendsuchtberatung

An zwei Tagen, am 11. März 2025 und am 20. Mai 2025, besuchte Frau Scheibner von der Jugendsuchtberatung Nauen (Caritasverband für das Erzbistum Berlin e.V.) die Klasse. Sie führte einen speziell auf die Lerngruppe abgestimmten Suchtpräventionsworkshop durch und vertiefte die Lerninhalte.

Beim ersten Termin arbeiteten die Schüler mit Anschauungsmaterial und sprachen über verschiedene Süchte und Suchtmittel. Der zweite Termin setzte einen klaren Schwerpunkt auf Prävention und Schutzfaktoren.

Die eigene „Batterie aufladen“

In diesem Zusammenhang probierten die Kinder gemeinsam Entspannungs- und Atemtechniken, Bewegung und Tanz aus. Außerdem packten sie ihre persönliche „Schatzkiste“. Darin sammelten sie Dinge, Menschen und Aktivitäten, die ihnen guttun und Halt geben.

Haustiere, Sport, Musik, Freunde und Familie spielten dabei eine zentrale Rolle. Die Kinder lernten, wie sie Erfüllung finden können, ohne auf schädliche Verhaltensmuster zurückzugreifen. Das Bild der eigenen Batterie half, diese Erkenntnisse greifbar zu machen.

Ein wichtiges Thema mit nachhaltiger Wirkung

Die Schüler haben Wissen aufgebaut, sich selbst besser kennengelernt und Strategien für den Alltag entwickelt. Und niemand hätte gedacht, wie der NaWi-Unterricht auf seine Weise einen wichtigen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung und zur Stärkung der Kinder leisten kann – heute und für die Zukunft.

Tolle Spendenaktion unserer Grundschüler für die Schule in Ghana

Unsere Grundschüler haben wieder einmal gezeigt, wie viel Herz und Engagement in ihnen steckt. Bei der diesjährigen Spendenaktion für unsere Partnerschule Da Vinci International Model School Accra in Ghana konnten sie sagenhafte 520 Euro sammeln – so viel wie nie zuvor! Diese beeindruckende Summe zeigt, wie groß die Bereitschaft unserer jungen Leser ist, Gutes zu tun.

Bücherbasar mit gutem Zweck

Die Idee hinter der Spendenaktion: In der Woche des Lesens sortieren Kinder und Eltern Bücher aus, die sie nicht mehr benötigen. Diese Bücher können gegen andere neuwertige Exemplare zu günstigen Preisen eingetauscht werden. Die Erlöse fließen direkt in einen guten Zweck.

Mit dem Bücherbasar verbinden wir Lesefreude, Nachhaltigkeit und soziales Engagement. Ausgelesene Bücher bekommen so ein neues Zuhause – und die Kinder lernen, dass Teilen Freude macht.

Nachhaltigkeit und Transparenz im Blick

Damit alle wissen, wo die Schule in Ghana ist und wie die Spendengelder eingesetzt werden, haben die Schüler ein Plakat gestaltet. Langfristig soll es dauerhaft in unserer Grundschule hängen und stets die neuesten Informationen zu unseren Aktionen präsentieren. So können wir transparent informieren und unsere Schüler, Eltern und Kollegen sehen genau, wie die Spenden verwendet werden und welchen Unterschied sie machen.

Austausch über Grenzen hinweg

Ein weiteres spannendes Projekt ist in Planung: Unsere Schüler des Profils Umwelt und Gemeinschaft planen einen direkten Kontakt zu Kindern in Accra. Briefe, Videos oder E-Mails sollen den Austausch ermöglichen. So wird die Spendenaktion nicht nur finanziell, sondern auch persönlich erlebbar. Kinder lernen Empathie und interkulturelles Verständnis.

Ein nachhaltiges Konzept für die Zukunft

Die Aktion war ein voller Erfolg. Wir möchten den Bücherkreisel jedes Jahr in der Woche des Lesens anbieten. So fördern wir Lesefreude, Nachhaltigkeit und soziales Engagement dauerhaft.

Ein herzliches Dankeschön geht an alle Familien, Lehrkräfte und Unterstützer. Gemeinsam bewirken wir etwas Großes – über den Campus hinaus.

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