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Autor: Redaktion LDVC

Unsere Grundschüler verschenken Weihnachtskarten in Nauen

In der Adventszeit stand im Kreativfach „Soziales Campusleben“ unserer Grundschule und den Kindern des Kinderrates – ein Gremium des Hortes – ein besonderes Projekt im Mittelpunkt. Gemeinsam gestalteten die Schüler der 3. und 4. Klassen Weihnachtskarten, um anderen Menschen in Nauen in dieser besonderen Zeit eine Freude zu bereiten.

Die Idee entstand im Kreaband und wurde anschließend im Kinderrat weitergeführt. Die Kinder schlugen vor, die Karten entweder an eine Kinderkrankenstation oder an ein Altenheim zu schicken. Bei der gemeinsamen Abstimmung zeigte sich schnell, wie wichtig Mitbestimmung ist: Die Stimmen waren genau zur Hälfte verteilt. Daher durfte jedes Kind selbst entscheiden, welchem Stapel seine Karte zugeordnet wird.

Mit Herz und Kreativität dabei

Mit viel Begeisterung, Kreativität und Einfühlungsvermögen stempelten, malten und schrieben die Kinder ihre Karten. Jede einzelne entstand mit dem Wunsch, Wärme, Hoffnung und ein Lächeln zu verschenken. So machten sich schließlich liebevoll gestaltete Weihnachtskarten auf den Weg zur Kinderkrankenstation der Havellandklinik Nauen sowie zum Pflegeheim „Kursana Quartier“ in Nauen.

Persönliche Übergabe im Krankenhaus

Ein besonders bewegender Moment war die persönliche Übergabe der Karten an die Kinderkrankenstation. Durch eine Kooperation mit dem Kinder- und Jugendtreff Groß Behnitz konnten zusätzlich große Kuscheltiere übergeben werden, die aus einer vorherigen Sammelaktion stammten. Die Freude der Schüler war groß, als sie erfuhren, dass sie die Karten und Kuscheltiere selbst im Krankenhaus überreichen durften. Vor Ort wurden sie herzlich empfangen und durften bis zur Station gehen.

Auch an die Senioren des Pflegeheims gedacht

Parallel dazu gestalteten die Schüler auch Karten für die Bewohner des Pflegeheims Kursana Quartier in Nauen. Da der Weg für eine gemeinsame Übergabe mit den Kindern zu weit gewesen wäre, werden diese Karten am Wochenende persönlich überbracht. So erreichen auch sie die Weihnachtsgrüße unserer Campusgemeinschaft.

Soziales Lernen im Alltag

Die Kinder erlebten, dass schon kleine Gesten viel bewirken können – und dass niemand allein sein muss. Sie übernahmen Verantwortung und trafen gemeinsame Entscheidungen. Durch die Mitbestimmung im Kreafach und im Kinderrat erfuhren sie, dass ihre Ideen zählen und dass demokratische Prozesse auch im Kleinen funktionieren.

Gleichzeitig entwickelten die Kinder Empathie und ein Bewusstsein für die Lebenssituationen anderer Menschen. Sie setzten sich damit auseinander, wie es sich anfühlen kann, krank oder allein zu sein, und überlegten, wie sie mit einfachen Mitteln Trost und Freude schenken können. So wurde soziales Lernen nicht nur besprochen, sondern durch eigenes Handeln erfahrbar gemacht – als fester Bestandteil unseres Lernalltags und unseres Miteinanders auf dem Campus.

„Zukunft Wasserstoff“ – ein Planspiel zur Energieversorgung von morgen

Welche Rolle kann Wasserstoff im zukünftigen Energiesystem spielen? Wo sollten die ersten verfügbaren Wasserstoffmengen sinnvoll eingesetzt werden? Und wie lassen sich Produktion, Import und Nutzung langfristig gestalten? Mit diesen Fragen beschäftigten sich unsere Schüler des Profils „Wirtschaft und Nachhaltigkeit am Gymnasium im Rahmen des Planspiels „Zukunft Wasserstoff – Schlüsselelement im Energiesystem“. Das Planspiel wird angeboten vom Deutsche Gesellschaft e.V..

Wasserstoff als Baustein der Energiewende

Wasserstoff gilt als ein zentraler Hoffnungsträger der Energiewende – zugleich ist sein Einsatz mit großen technischen, ökonomischen und politischen Herausforderungen verbunden. Das Planspiel griff diese Ambivalenz auf und machte deutlich, dass Wasserstoff kein Allheilmittel ist, sondern strategisch klug eingesetzt werden muss. Im Mittelpunkt standen Fragen wie: Wo ist Wasserstoff unverzichtbar – etwa in der Industrie oder im Schwerlastverkehr? Wo sind andere Lösungen effizienter? Und welche Voraussetzungen müssen für eine nachhaltige Nutzung erfüllt sein?

Komplexe Zusammenhänge verstehen

Im Planspiel schlüpften die Schüler in unterschiedliche Rollen aus Politik, Wirtschaft, Energiewirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Auf dieser Grundlage analysierten sie Interessenlagen, Zielkonflikte und Abhängigkeiten innerhalb des Energiesystems.

Dabei wurde deutlich, wie eng technische Möglichkeiten, politische Entscheidungen und gesellschaftliche Erwartungen miteinander verknüpft sind. Die Teilnehmenden lernten, Daten, Argumente und Perspektiven kritisch zu prüfen und eigene Positionen auf einer fundierten Grundlage zu entwickeln.

Toll war zu beobachten, wie sich die Schüler intensiv mit Fragen der heimischen Wasserstoffproduktion, möglichen Importstrategien sowie mit ökologischen und ökonomischen Auswirkungen auseinandersetzten. Dabei wurde erfahrbar, dass energiepolitische Entscheidungen stets das Ergebnis von Abwägungsprozessen sind – und selten eindeutige Lösungen bieten.

Lernen durch Beteiligung und Verantwortung

Durch die aktive Beteiligung an Verhandlungen, Diskussionen und Entscheidungsprozessen erhielten die Teilnehmenden einen realitätsnahen Einblick in energiepolitische Entscheidungsfindung. Gleichzeitig stärkten sie zentrale Kompetenzen wie Argumentationsfähigkeit, Teamarbeit und Verantwortungsbewusstsein.

„Laden oder tanken?“ – Mobilität der Zukunft als Planspiel am Gymnasium

Wie werden wir uns in Zukunft fortbewegen? Welche Technologie ist ökologisch sinnvoll, wirtschaftlich tragfähig und gesellschaftlich akzeptiert? Mit diesen Fragen setzten sich die Elfklässler unseres Gymnasiums im Rahmen des Planspiels „Laden oder tanken? – Die Mobilität der Zukunft“ intensiv auseinander. Dieses Format ist ein Angebot der Deutschen Gesellschaft e.V..

Ausgangspunkt des Planspiels war eine realitätsnahe Situation. Die Brandenburger Landesregierung steht vor der Entscheidung, welche alternative Antriebstechnologie für PKW und LKW in Brandenburg künftig besonders gefördert werden soll. Im Zentrum der Debatte standen dabei zwei konkurrierende Technologien – Elektromobilität und Wasserstoffantriebe.

Mobilität als gesellschaftliche Schlüsselfrage

Kaum ein Thema ist für viele Menschen so bedeutsam wie das eigene Auto. Gleichzeitig ist die Verkehrswende weg vom Verbrennungsmotor hin zu klimafreundlicheren Alternativen eine zentrale Voraussetzung für wirksamen Klimaschutz. Das Planspiel griff diesen gesellschaftlichen Spannungsraum auf und machte ihn für unsere Schüler konkret erfahrbar.

Lernen durch Perspektivwechsel

Denn im Planspiel übernahmen die Teilnehmenden unterschiedliche Rollen – etwa aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft oder Zivilgesellschaft – und vertraten die jeweiligen Interessen in Verhandlungen und Diskussionen. Auf dieser Grundlage mussten Argumente abgewogen, Kompromisse ausgehandelt und Entscheidungen vorbereitet werden.

Dabei ging es nicht darum, eine „richtige“ Lösung vorzugeben, sondern darum, komplexe Sachverhalte kritisch zu analysieren, unterschiedliche Positionen nachzuvollziehen und eigene Standpunkte fundiert zu vertreten. Genau dieser Perspektivwechsel förderte die Fähigkeit, kontroverse Themen sachlich, respektvoll und konstruktiv zu diskutieren.

Kritisch denken, gemeinsam entscheiden

Das Planspiel ist eines von vielen Lernformaten, in denen die Schüler trainieren können, sich kritisch und konstruktiv mit einem Sachverhalt auseinanderzusetzen. So betrachteten die Schüler nicht nur die technischen Aspekten von Elektromobilität und Wasserstoff. Vielmehr diskutierten sie auch die ökologischen, ökonomischen und sozialen Folgen politischer Entscheidungen.

So wurde deutlich, dass Zukunftsfragen selten einfache Antworten haben – und dass demokratische Entscheidungsprozesse vom Abwägen, Hinterfragen und gemeinsamen Ringen um tragfähige Lösungen leben.

Einblicke in politische Entscheidungsprozesse

Durch das Planspiel erhielten unsere Schüler einen praxisnahen Einblick in politische Entscheidungsfindung und erlebten, wie komplexe Zukunftsfragen auf Landesebene verhandelt werden. Gleichzeitig stärkten sie ihre Kompetenzen in Argumentation, Kommunikation und Teamarbeit.

Abschlussveranstaltung – Staatskanzlei Potsdam

Am Ende des Projekts steht eine gemeinsame Abschlussveranstaltung mit der Planspielreihe „Laden oder tanken?“ in Potsdam. Hier diskutieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Expertinnen und Experten aus Regierung, Forschung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.

„Laden oder tanken?“ ist damit weit mehr als eine Unterrichtseinheit zur Mobilität der Zukunft – es ist ein Lernformat, das kritisches Denken, Verantwortungsbewusstsein und demokratische Handlungskompetenz nachhaltig fördert.

Drei Siege beim Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia Basketball“

Große Freude auf unserem Campus: Beim Kreisfinale des Wettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ konnten gleich drei Mannschaften unserer Campusgrundschule beeindruckende Erfolge feiern. Sowohl sportlich als auch im Teamgeist zeigten unsere Schüler, was in ihnen steckt.

Die Mädchen der U14 gewannen das Kreisfinale. Auch die Jungenmannschaften der U14 und U12 entschieden ihre Spiele souverän für sich. Damit qualifizierten sich die beiden älteren Teams für das Regionalfinale.

Alle drei Teams überzeugten durch eine hohe spielerische Qualität, Fairness und großen Einsatz. Zum ersten Mal in der Geschichte unserer Grundschule waren unsere Mannschaften bei „Jugend trainiert für Olympia“ so erfolgreich.

Der Wettbewerb zeigt, welchen Stellenwert Schulsport, Bewegung und Teamarbeit auf unserem Campus haben. Wir sind stolz auf unsere jungen Sportler und gratulieren herzlich zu diesen großartigen Leistungen.

Perfekter Lernort für Demokratie: Wir waren bei der Euroscola in Straßburg

Vom 15. bis 18. Oktober 2025 reisten unsere Schüler des Leistungskurses Politische Bildung (PB 12) nach Straßburg, um am Euroscola-Programm des Europäischen Parlaments teilzunehmen. Der Höhepunkt der Fahrt war der Sitzungstag am 17. Oktober 2025, an dem unsere Schüler gemeinsam mit etwa 750 Teilnehmenden aus allen EU-Mitgliedstaaten und dem Vereinigten Königreich einen intensiven Einblick in die europäische Parlamentsarbeit erhielten.

Ein Tag im Europäischen Parlament

Der Tag begann mit einem gemeinsamen Frühstück im Europäischen Parlament. Anschließend folgte eine offizielle Eröffnung, bei der die Präsidentin des Europäischen Parlaments, Roberta Metsola, per Videobotschaft zu den Jugendlichen sprach. In einer anschließenden Fragerunde kamen die Schüler mit einem Vizepräsidenten sowie einem Ausschussmitglied des Parlaments ins Gespräch.

Im Mittelpunkt des Programms standen aktuelle europäische Themen. In moderierten Diskussionsrunden tauschten sich die Jugendlichen über Klimawandel, Generationengerechtigkeit und den Umgang mit Desinformation in sozialen Medien aus. Dabei konnten sie sowohl direkt im Plenarsaal als auch über digitale Tools wie Interactio und Slido Fragen stellen und Positionen einbringen.

Das Vormittagsprogramm beinhaltete neben der Fragerunde auch ein sogenanntes „Innovationslabor“, in dem die Schüler gemeinsam mit Fachleuten des Europäischen Parlaments Lösungsansätze zu aktuellen Fragestellungen entwickelten und anschließend darüber abstimmten.

Am Nachmittag nahmen die Teilnehmenden vor Ort an einem Simulationsspiel zum europäischen Gesetzgebungsverfahren teil. In der Rolle von Abgeordneten erlebten sie, wie komplex Verhandlungen, Änderungsanträge und Abstimmungsprozesse auf EU-Ebene sind.

Das Euroscola-Programm

Das Euroscola-Programm richtet sich an Jugendliche ab 14 bzw. 15 Jahren aus allen EU-Staaten und ermöglicht es ihnen, für einen Tag in die Rolle von Mitgliedern des Europäischen Parlaments zu schlüpfen. Ziel ist es, demokratische Kompetenzen zu stärken, politische Beteiligung zu fördern und europäische Werte erlebbar zu machen.

Für unsere Schüler des Leistungskurses PB war die Teilnahme an Euroscola eine besondere Gelegenheit, Demokratie nicht nur theoretisch zu lernen, sondern praktisch zu erleben – ein Lernort, der politische Bildung greifbar und lebendig macht.

Kin-Ball im Sportprofil 7 – Teamgeist in Bewegung

Im Rahmen unseres Sportunterrichts hatten die Schüler des Sportprofils 7 der Gesamtschule die Möglichkeit, eine besondere Sportart kennenzulernen: Kin-Ball. Dabei handelt es sich um eine kooperative Mannschaftssportart, die eine ganz neue Spielerfahrungen ermöglicht. Denn gespielt wird mit einem außergewöhnlich großen, aber sehr leichten Ball, der nur im Team kontrolliert und gespielt werden kann. Genau das macht Kin-Ball zu einer besonderen sportlichen Erfahrung.

Sportlicher Erfolg durch Zusammenarbeit

Sportlich fordert Kin-Ball nicht nur Reaktionsfähigkeit, Koordination und Orientierung im Raum, sondern vor allem kognitive Fähigkeiten wie Aufmerksamkeit, Antizipation und schnelle Entscheidungsfindung. Ziel des Spiels ist es, den Ball so zu schlagen, dass die anderen Teams ihn nicht fangen können. Dazu müssen die Spieler sich klar absprechen, gemeinsam agieren und sich gegenseitig unterstützen.

Lernen im Team

Gleichzeitig stehen bei Kin-Ball zentrale soziale Werte im Mittelpunkt: Kommunikation, Zusammenarbeit, Teamgeist, Respekt und Fair Play. Durch die besondere Spielstruktur werden alle Teilnehmenden aktiv eingebunden – jeder Schüler trägt Verantwortung für das Team. Individuelle Leistungen treten in den Hintergrund, während das gemeinschaftliche Handeln entscheidend wird.

Dazu sagt unsere Sportlehrerin Yasmin Schneider: „Wir haben uns dafür entschieden, diesen Workshop für das Sportprofil 7 zu buchen, weil er für eine große Gruppe gut umsetzbar ist, durch die unbekannte Sportart alle die gleichen Voraussetzungen haben und es bei Kin-Ball vor allem darum geht, Kommunikations- und Teambuildingkompetenzen auszubilden. Gerade für ein Profil, das sich erst seit sechs Wochen kennt, sind dies zentrale Kompetenzen für die weitere gemeinsame Arbeit.“

Zusammenhalt im Profilunterricht fördern

Gerade in der frühen Phase des Profilunterrichts bot Kin-Ball damit ideale Voraussetzungen, um Vertrauen aufzubauen, Rollen im Team zu finden und gemeinsame Strategien zu entwickeln. Der Workshop verband Bewegung, Spiel und pädagogisches Lernen und stärkte nicht nur die sportlichen Fähigkeiten, sondern auch das soziale Miteinander im Sportprofil 7.

Der Kin-Ball-Workshop war damit nicht nur eine sportliche Abwechslung, sondern ein wichtiger Baustein für die weitere gemeinsame Arbeit im Sportprofil 7. Wir nehmen viele positive Impulse für unseren Unterricht und das Miteinander in der Lerngruppe mit.

Nauener Altstadtlauf 2025: Unsere Campusgemeinschaft zeigt Ausdauer und Teamgeist

Der 5. Nauener Altstadtlauf war eine herbstliche Herausforderung, doch das tat der Begeisterung keinen Abbruch: Hunderte Teilnehmer trotzten Wind und Nieselwetter, um gemeinsam ein starkes Zeichen für Sport, Gemeinschaft und Zusammenhalt zu setzen. Wir waren natürlich wieder mit dem SV Leonardo da Vinci Nauen e.V. dabei. In diesem Jahr freuten wir uns über Rekordzahlen von über 300 Läufern und Helfern.

Ein Lauf für alle – von den Kleinsten bis zu den Erfahrenen

Der Leitgedanke des Nauener Altstadtlaufes bleibt klar: Eine Veranstaltung für die ganze Familie, für Groß und Klein, offen für alle – in einer toleranten, kulturellen und gemeinschaftlichen Atmosphäre.

Vier verschiedene Läufe standen auf dem Programm:

  • Bambinilauf (200 m)
  • Schnupperlauf (2 km)
  • Schul- & Teampokallauf (4 km)
  • Altstadtlauf (10 km)

Jeder „Finisher“ wurde mit einer Medaille ausgezeichnet. Zusätzlich konnten sich die Teilnehmenden direkt vor Ort eine personalisierte Urkunde ausdrucken lassen.

Wir waren mit Rekordanmeldungen dabei

Insgesamt 293 Läuferinnen und Läufer aus unserer Kita, Grundschule, Gesamtschule und dem Gymnasium gingen für unseren Campus an den Start – eine großartige Beteiligung!

Darüber hinaus sorgten engagierte Schüler als Streckenposten für Sicherheit entlang der Strecke, während weitere Schüler beim Auf- und Abbau aktiv mithalfen. Echte Teamarbeit – bei herbstlichem Nieselregen und teils rutschigem Kopfsteinpflaster eine besondere Leistung.

Trotz der widrigen Bedingungen konnten viele unserer Athletinnen und Athleten Podestplätze erreichen. Noch wichtiger jedoch: Alle, die mitgelaufen sind, haben ihr Bestes gegeben und den Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht.

Buntes Rahmenprogramm trotz grauem Himmel

Auch abseits der Laufstrecken war einiges geboten: Informations-, Verkaufs- und Aktionsstände sorgten für Abwechslung, darunter auch 15 kostenfreie Werbestände für Schulen, Vereine und gemeinnützige Projekte. Auf dem Martin-Luther-Platz lud eine große Bühne mit Moderation, Musik und Programm zum Verweilen ein – hier präsentierten sich zudem lokale Initiativen.

Danke an unser Sportkollegen-Team, an alle Läufer und Helfer

Ein besonderer Dank geht an unser Sportkollegen-Team und die zahlreichen Unterstützer hinter den Kulissen. Ohne das Engagement unserer Kollegen aus dem Sportfachbereich, der Streckenposten, des Technik- und Aufbauteams sowie aller Kinder und Jugendlichen, die mitgelaufen sind, wäre unsere Teilnahme an dieser Veranstaltung nicht möglich gewesen. Wir danken euch allen sehr!

Wir freuen uns schon jetzt auf die sechste Auflage und hoffen erneut auf so viel Engagement, Freude und Zusammenhalt wie in diesem Jahr!

Die Ergebnisse des 5. Nauener Altstadtlaufes findest du in Kürze hier: https://www.strassenlauf.org/va_ergebnisse.php

14. Kinder-Uni 2025 – Ein voller Erfolg und ein wertvolles Lernangebot für alle Beteiligten

In diesem Jahr hat zum 14. Mal die Kinder-Uni auf unserem Campus stattgefunden – ein besonderes Projekt, bei dem unsere Elftklässler des Internationalen Ganztagsgymnasiums spannende Workshops für Sechstklässler entwickeln und selbst durchführen. In diesem Jahr hatten wir Besuch von den Schülern der Käthe-Kollwitz-Grundschule und der Grundschule am Lindenplatz aus Nauen sowie der Europaschule am Gutspark aus Falkensee.

Unsere Kolleginnen Nadyn Giebe und Marianne Vollbrecht leiten das Projekt im Hintergrund und erzählen im Interview, warum dieses Angebot so wertvoll für alle Beteiligten ist.

Redaktion: Die Kinder-Uni ist inzwischen über die Jahre zu einem wichtigen Projekt gewachsen. Warum ist die Kinderuni so wertvoll?

Nadyn Giebe: Unsere Oberstufenschüler zeigen ihr fachliches Verständnis nicht nur theoretisch, sondern wenden ihr Wissen praktisch an, indem sie eigenständig Workshops planen und durchführen. Das ist eine komplexe und anspruchsvolle Aufgabe.

Marianne Vollbrecht: Dabei lernen sie auch, sich in die Perspektive der jüngeren Kinder hineinzuversetzen: Was interessiert Sechstklässler? Welche Themen könnten für sie schwierig sein? Diese Fähigkeit zur Perspektivübernahme ist eine wichtige soziale Kompetenz.

Redaktion: Wenn ich mir das Programm anschaue, sind das teilweise schon recht anspruchsvolle Themen. Verstehen das die Sechstklässler?

Nadyn Giebe: Ja, das ist die Herausforderung. Unsere Schüler müssen komplexe Inhalte so vereinfachen, dass sie für die Jüngeren verständlich bleiben, dabei aber fachlich korrekt bleiben. Das fördert die Kommunikationsfähigkeit enorm.

Marianne Vollbrecht: Zudem müssen die Jugendlichen kreativ sein, um ihre Workshops ansprechend und spannend zu gestalten. Die Teamarbeit steht dabei im Mittelpunkt. Planung, Abstimmung, gegenseitige Unterstützung und das Nutzen der Stärken aller Beteiligten. Auch organisatorische Fähigkeiten werden gefördert: Zeitplanung, Materialkalkulation und der nachhaltige Umgang mit Ressourcen sind wichtige Lernfelder.

Redaktion: Die Kinderuni verbindet also fachliches Lernen mit wichtigen sozialen und methodischen Kompetenzen. Was ist aus eurer Sicht noch wichtig an diesem Projekt?

Nadyn Giebe: Die Oberstufenschüler übernehmen eine Vorbildrolle. Sie gehen fürsorglich und verantwortungsbewusst mit den jüngeren Kindern um. Außerdem lernen sie viel im Bereich Feedback und Reflexion. Nach der ersten Durchführung erhielten die Schüler Feedback von Lehrkräften und den Sechstklässlern und konnten ihre Workshops weiter verbessern. So erleben sie, wie sich Überarbeitung positiv auf das Ergebnis und die eigene Zufriedenheit auswirkt.

Redaktion: Vielen Dank für eure Einblicke und Hintergründe!

Vielfältige Workshops mit großem Engagement

Die angebotenen Workshops waren auch in diesem Jahr so vielfältig wie spannend: Von technischen Projekten wie dem Nachbau von Leonardo da Vincis Brücke, über naturwissenschaftliche Experimente zu Nahrungsnetzen, Flüssigkeitsschichten oder Raketenbau, bis hin zu kreativen Workshops wie „Rechtschreibdetektive“ oder „Mathe mit Minecraft“. Auch lebensnahe Themen wie Erste-Hilfe am Strand oder Bestandteile der Nahrung standen auf dem Programm.

Diese Vielfalt bot den Sechstklässlern zahlreiche Gelegenheiten, Neues zu entdecken und spielerisch zu lernen – und den Oberstufenschülern wertvolle Erfahrungen im Präsentieren, Unterrichten und Zusammenarbeiten.

Wir sind sehr stolz auf alle Beteiligten und freuen uns auf viele weitere spannende Kinder-Unis, bei denen Lernen, Kreativität und Gemeinschaft im Mittelpunkt stehen!

14. Kinder-Uni auf dem Leonardo Da Vinci Campus Nauen

Die Kinder-Uni auf dem Leonardo da Vinci Campus Nauen

Die Kinder-Uni verbindet fachliches Lernen mit wichtigen überfachlichen Kompetenzen. Jedes Jahr vertiefen Oberstufenschüler ihr Wissen, indem sie es an jüngere weitergeben – ein effektiver Weg, um Verständnis zu festigen. Die Vereinfachung und Anpassung der Inhalte fördert gleichzeitig die Fähigkeit zur Perspektivübernahme und zielgruppengerechten Kommunikation.

Durch die kreative Gestaltung der Workshops und die Teamarbeit entwickeln die Jugendlichen ihre sozialen und organisatorischen Fähigkeiten weiter. Das Planen und Durchführen eines eigenen Workshops verlangt Verantwortung, Zeitmanagement und den bewussten Umgang mit Ressourcen – wichtige Kompetenzen für das spätere Berufsleben.

Das wiederholte Überarbeiten nach Feedback stärkt die Reflexionsfähigkeit und das Bewusstsein für Qualität in der eigenen Arbeit. Darüber hinaus lernen die älteren Schüler Fürsorge und Vorbildfunktion im Umgang mit den jüngeren, was das soziale Miteinander an unserem Campus nachhaltig fördert.

Hier geht’s zum Blogartikel der letzten Kinder-Uni 2024.

Anmeldung und Teilnahme

Die Kinder-Uni gibt es seit 2011 auf dem Campus. Sie findet immer im Spätsommer bzw. Herbst statt. Schüler der 5./6. Klassen aus allen Havelländischen Grundschulen können sich dafür anmelden und daran teilnehmen. Veranstaltet wird die Kinder-Uni von unseren Schülern des Internationalen Ganztagsgymnasiums.

Coach im Klassenzimmer: Neue Ideen aus der Erasmusreise nach Palermo

Wir denken weiter – nicht nur in Sachen Digitalisierung und Didaktik, sondern auch in der Haltung gegenüber dem Lernen. Im Rahmen des Erasmus+-Programms reisten zwei Kolleginnen unserer Grundschule nach Palermo, um ihre Coaching-Skills zu erweitern. In der inspirierenden Weiterbildung „Emotional Intelligence and Coaching Skills for Teachers“ lernten sie, wie sie ihre Schüler emotional und motivierend noch besser unterstützen können.

Vom Lehrer zur Lernbegleitung

Die zentrale Idee des Kurses: Lehrkräfte sind heute weit mehr als reine Fachvermittler. Denn der klassische Frontalunterricht, bei dem die Lehrkraft spricht und die Klasse zuhört, ist längst aufgebrochen. Moderne Pädagogik setzt auf Dialog, Zusammenarbeit und individuelle Förderung. Lehrkräfte begleiten Lernprozesse, motivieren, stellen Fragen, geben Orientierung und unterstützen Schüler individuell. Ein „Coach“ zu sein bedeutet, Schüler nicht nur zu unterrichten, sondern sie auf ihrem Lernweg aktiv zu unterstützen – mit Fragen, Feedback, Gesprächen und echtem Interesse.

Emotionen verstehen – auch im Klassenzimmer

Ein zentrales Thema ist daher die emotionale Intelligenz. Lehrkräfte, die ihre eigenen Emotionen kennen und mit denen der Schüler bewusst umgehen, schaffen ein besseres Lernklima. Denn Lernen funktioniert nur dort gut, wo man sich wohl und verstanden fühlt. Dies wird gefördert durch die emotionale Bindung zu den Schülern. Unsere Kolleginnen erfuhren, wie sie durch gezielte Fragen und aktives Zuhören ihre Schüler auf ihrem Lernweg begleiten. Die Weiterbildung zeigte auch, warum diese Fähigkeit so wichtig ist und wie wir sie im Schulalltag fördern können.

Coaching ist eine Haltung – kein zusätzliches Fach

Im Kurs wurde schnell klar: Coaching ist keine Methode, die man mal eben „anwendet“, sondern eine Haltung. Es geht um Empathie, Vertrauen, Reflexion – und darum, den Menschen hinter dem Lernenden zu sehen. Somit war ein weiterer wichtiger Aspekt das Growth Mindset: die Haltung, dass Fehler nicht Misserfolge sind, sondern Chancen zum Lernen. Diese Sichtweise fördert Selbstvertrauen und Durchhaltevermögen bei den Schülern – und auch bei uns selbst.

Unsere Kolleginnen testeten dabei verschiedene Coaching-Tools wie Dixit Cards, Gefühlswürfel, Awareness Map, die Eisenhower Matrix und 6 Thinking Hats. Diese Methoden helfen dabei, das Lernen interaktiv und motivierend zu gestalten. Zu guter Letzt stand das Thema Feedback im Mittelpunkt. Das Üben verschiedener Techniken, um eine offene und wertschätzende Kommunikation im Klassenzimmer zu fördern, stand hierbei im Fokus.

Erasmus-Reise: Toller Input für unsere Arbeit

Diese Weiterbildung bot neben neuen Methoden und theoretischem Input auch Raum für den Austausch mit Kollegen aus ganz Europa und für persönliches Wachstum. Unsere Kolleginnen bringen viele Ideen mit zurück an unseren Campus und möchten einige Coaching-Elemente ganz konkret in das Lernen einbauen: durch gezieltere Gesprächsführung, stärkere Schülerbeteiligung und mehr Raum für persönliches Wachstum.

Wieder einmal wird deutlich, dass sich die Rolle der Lehrkraft verändert. Wenn wir Schüler nicht nur belehren, sondern begleiten, entsteht ein Lernen, das nicht nur Wissen vermittelt, sondern Selbstvertrauen, Verantwortung und Motivation stärkt. Die Erfahrungen aus Palermo zeigen: Ein „Coach im Klassenzimmer“ zu sein bedeutet nicht, alles neu zu machen – sondern bewusst, zugewandt und mutig neue Wege zu gehen.

Hier den ganzen Artikel „How to become the coach of your classroom“ lesen.

Wir gewinnen den ISTAF Schools Cup 2025!

Was für ein Tag! Beim diesjährigen ISTAF Schools Cup am 27. Juli 2025 – eingebettet in eines der größten Leichtathletikfeste Deutschlands – gelang unseren schnellsten Mädchen und Jungen etwas, worauf wir seit vielen Jahren hingearbeitet haben: Unsere Campus-Staffel der Jahrgänge 2014 und jünger gewann erstmals den Schools Cup!

Vor knapp 30.000 Zuschauern im Berliner Olympiastadion lieferten unsere Sporttalente eine herausragende Leistung ab. Mit einem souveränen Sieg im Zwischenlauf und einer beeindruckenden Endlaufzeit von 56,35 Sekunden bestätigte das Team seine starke Vorlaufzeit (56,14 s).

Die 8x50m-Staffel, bei der jeweils vier Jungen und vier Mädchen antreten, war in diesem Jahr eine besondere Herausforderung: Aufgrund des Ferienbeginns musste die Mannschaftsstärke halbiert werden. Umso größer ist die Freude über den Sieg – den ersten seit Beginn unserer Teilnahme im Jahr 2013. Nach zahlreichen Finalteilnahmen und zwei zweiten Plätzen in 2021 und 2024 ist dies nun die verdiente Krönung für unsere Kinder.

Für Christian Sander ist dies ein ganz besonderer Moment:

„Wir haben heute quasi Historisches geleistet: Als erste Staffel des Campus haben wir beim Istaf gewonnen. Ich arbeite seit mehr als 10 Jahren daran. Wir haben heute zwei großartige Läufe gezeigt. Auf der Tribüne mitzufiebern ist mindestens so aufregend, wie selbst zu laufen. Der Erfolg ist umso schöner, als das alle Kinder daran beteiligt waren.

Großer Dank an unsere Staffel

Wir sagen: Herzlichen Glückwunsch an unsere unglaubliche Staffel! Ihr habt unseren Campus stolz gemacht und gezeigt, was Teamgeist, Mut und Leidenschaft bewirken können. Besonderer Dank gilt den Familien, die teils ihre Urlaubspläne verschoben, damit der Start überhaupt möglich wurde. Wir wünschen nun allen Kindern und Familien eine erholsame Ferienzeit!

Projektwoche „Anders sein“ für die 5. Klassen: Lernen, erinnern und Verantwortung übernehmen

Wie im vergangenen Jahr widmen sich unsere 5. Klassen der Grundschule in ihrer Projektwoche dem Thema „Anders sein“. Dabei verbinden wir historisches Lernen mit unseren Werten: Respekt, Vielfalt, Verantwortung und Zivilcourage. Die Schüler setzen sich aktiv mit Ausgrenzung in Vergangenheit und Gegenwart auseinander – und entwickeln ein Bewusstsein dafür, wie wichtig Menschenrechte und ein wertschätzendes Miteinander sind.

Vielfalt verstehen: Grundlagen im Unterricht

Zu Beginn lernten die Kinder im LER-Unterricht die jüdische Religion kennen. Sie beschäftigten sich mit Essen, Kleidung, Traditionen und Festen. So erhielten sie einen lebensnahen Einblick in jüdische Kultur und lernten Vielfalt als Bereicherung kennen.

Anschließend erarbeiteten sie altersgerecht, wie Juden im Nationalsozialismus lebten. Sie erfuhren, unter welchen Einschränkungen sie bereits vor dem Zweiten Weltkrieg standen und wie sie später verfolgt wurden. Dabei diente die Geschichte von Otto Weidt als konkretes Beispiel für Mut und Menschlichkeit in einer unmenschlichen Zeit.

Spurensuche in Nauen: Die Stolperstein-Rallye

Bei einer Stolperstein-Rallye durch Nauen begaben sich unsere Fünftklässler anschließend auf eine bewegende Spurensuche. Sie erfuhren, welche Menschen hier verfolgt wurden und aus welchen Gründen. Die Kinder lasen Namen, stellten Fragen und tauschten sich aus. So wurde Geschichte konkret und greifbar. Gleichzeitig lernten sie, wie wichtig es ist, Erinnerung wachzuhalten und Verantwortung zu übernehmen. Dies bereitet sie auch auf die Übernahme von Patenschaften vor. Traditionell übernehmen unsere Sechstklässler für ein Jahr Stolpersteine-Patenschaften. Dazu mehr hier.

Besuch der Blindenwerkstatt in Berlin

Ein weiterer Baustein war der Besuch der Blindenwerkstatt Otto Weidt. Dort erfuhren die Schüler, wie Otto Weidt blinde und gehörlose jüdische Menschen schützte und ihnen Arbeitsplätze gab. Die Kinder erlebten, dass Einzelne auch in schwierigen Zeiten Verantwortung übernehmen können. Diese Erkenntnis stärkt ihr Bewusstsein: Jeder kann im eigenen Umfeld Haltung zeigen und für andere einstehen.

Lernen am historischen Ort: Gedenkstätte Börnicke

Schließlich fuhren die Klassen mit dem Fahrrad zur Gedenkstätte KZ Börnicke. Dort setzen sie sich mit der Geschichte des ehemaligen Konzentrationslagers auseinander. Der Besuch des authentischen Ortes ermöglicht ein vertieftes historisches Lernen. Unsere Schüler erlebten, dass Ausgrenzung und Menschenrechtsverletzungen reale Folgen hatten – und dass es unsere Aufgabe ist, solchen Entwicklungen entgegenzuwirken.

Warum sind Selbstwirksamkeit und Werteorientierung wichtig?

Die Projektwoche „Anders sein“ folgt einem klaren Ansatz. Die Kinder lernten nicht nur Fakten, sondern setzten sich aktiv mit Fragen von Gerechtigkeit, Vielfalt und Verantwortung auseinander. Sie reflektierten, warum „Anders sein“ früher und auch heute zu Ausgrenzung führen kann. Gleichzeitig erkannten sie, welche Rechte allen Menschen zustehen und wie wichtig deren Schutz ist. Durch Exkursionen, Gespräche und kreative Aufgaben erfuhren die Schüler, dass ihr eigenes Handeln zählt. Sie erlebten sich als wirksam und entwickeln Empathie sowie Zivilcourage – zentrale Ziele unseres Leitbildes.

Gemeinsam für ein respektvolles Miteinander

Die Projektwoche „Anders sein“ an der Grundschule zeigt eindrucksvoll, wie wir unsere Werte des Leitbildes im Lernalltag einbinden. Wir fördern historisches Bewusstsein, stärken die Persönlichkeit der Kinder und ermutigen sie, Verantwortung zu übernehmen. So lernen unsere Schüler: Vielfalt ist eine Stärke – und jeder Mensch verdient Respekt, Schutz und Wertschätzung.

Unsere Schüler diskutieren mit Politikern über Wiedereinführung der Wehrpflicht, Migration oder Handyverbot in der Schule

Wie soll es mit der Wehrpflicht weitergehen? Wie lässt sich Migration gestalten? Und sollte es ein Handyverbot an Schulen geben? Mit diesen und weiteren aktuellen Fragen setzten sich unsere Schüler Anfang Juli 2025 beim politischen Speed-Dating auseinander. Dabei trafen sie Landes- und Kommunalpolitiker persönlich, konnten ihre Fragen direkt stellen und unterschiedliche politische Positionen kennenlernen.

Politik auf Augenhöhe

Beim Projekt „Deine Fragen, Deine Stimme – Speed-Dating mit Politikerinnen und Politikern im Land Brandenburg“ kamen die Jugendlichen mit Vertretern verschiedener Parteien ins Gespräch. Mit dabei waren unter anderem Nauens Bürgermeister Manuel Meger, die Landtagsabgeordneten Johannes Funke (SPD) und Corrado Gursch (CDU), Rainer Ganser (BVB/ Freie Wähler), Zyon Braun (FDP), Marco Gläser (Volt) und Daniel Irrgang (Die Linke) nahmen teil. Im Mittelpunkt standen Themen, die unsere Schüler aktuell bewegen und ihren Alltag betreffen. Der direkte Austausch bot ihnen die Möglichkeit, nachzufragen, Argumente abzuwägen und sich eine eigene Meinung zu bilden.

Jugendliche für Demokratie begeistern

Organisiert wurde das Projekt von der Deutschen Gesellschaft e. V. und durch das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg gefördert. Ziel ist es, junge Menschen für demokratische Prozesse zu begeistern, sie zur Beteiligung zu ermutigen und das Interesse an Wahlen zu stärken – gerade mit Blick auf die Erstwählerinnen und Erstwähler.

Ergänzend vermitteln interaktive Workshops Wissen über das politische System, die Arbeit des Bundestags, Parteien, Mehrheitsbildung und Abstimmungen. So lernen Jugendliche nicht nur, wie Demokratie funktioniert, sondern auch, wie sie sich selbst einbringen können.

Politische Bildung, die Wirkung zeigt

Dass politische Beteiligung am LDVC einen festen Platz hat, zeigt auch die Entwicklung des Leistungskurses „Politische Bildung“. Schüler hatten sich aktiv dafür eingesetzt, dass dieses Angebot entsteht. Zum Zeitpunkt des Speed-Datings lief der Kurs bereits seit einem Jahr.

Der Austausch mit den Politikern machte deutlich: Demokratie lebt davon, Fragen zu stellen, unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen und eigene Anliegen einzubringen. Für unsere Schüler war das Speed-Dating eine Gelegenheit, Politik unmittelbar zu erleben und zu erfahren, dass ihre Stimme zählt.

Wir freuen uns, wenn unsere Schüler sich kritisch mit politischen Themen auseinandersetzen, eigene Positionen entwickeln und die Gesellschaft aktiv mitgestalten. Großer Dank geht an ihre Lehrerin Peggy Wolf für die Begleitung und stetige Unterstützung.

Der Bericht der Stadt Nauen kann hier nachgelesen werden.

Aquaponik entdecken: BioLab-AG besucht Anlage in Berlin

Wie lassen sich Fische und Pflanzen nachhaltig und mit wenig Wasser züchten? Mit dieser Frage hat sich unsere BioLab-AG in den vergangenen Monaten beschäftigt. Zum Abschluss ihres Projekts besuchten Deian, Merle und Liliane mit ihrem Lehrer Martin Daus eine Aquaponik-Anlage in Berlin-Neukölln.

Bei der Aquaponik werden Fischzucht und Pflanzenanbau in einem Kreislauf verbunden. Die Pflanzen wachsen ohne Erde, während das Wasser aus dem Fischbecken zur Versorgung genutzt wird. Das spart Wasser und bietet gerade Regionen mit wenig fruchtbarem Boden neue Möglichkeiten, Lebensmittel zu produzieren. Deian hat sich mit dem Thema auch bei „Jugend forscht“ beschäftigt.

Bei einer Führung erfuhren die drei Schüler, wie eine professionelle Anlage aufgebaut ist und betrieben wird. Anders als unser kleines Modell dient die Anlage in Neukölln bereits der praktischen Produktion von Fisch und Gemüse.

Du möchtest mit deiner Schulklasse mehr über Aquaponik erfahren? Besichtigungen sind nach Absprache möglich. Interessierte können sich gerne per E-Mail an Martin Daus wenden.

Besuch der Havelland-Klinik Nauen: Schüler der 8. Klasse auf den Spuren des Rettungsdienstes 

Wie arbeitet der Rettungsdienst, wenn jede Sekunde zählt? Und welche Berufe stehen hinter der Versorgung von Menschen in Notfällen? Bei ihrer Exkursion zu den Havellandkliniken in Nauen und dem Ausbildungszentrum Gesundheit und Pflege (AGP) erhielten Schüler des 8. Jahrgangs spannende Einblicke in die Welt der Notfallmedizin – und erlebten hautnah, wie unvorhersehbar der Arbeitsalltag im Rettungsdienst sein kann.

Ein Bericht von Nadja Mertins

Am 24. Juni, begaben sich einige Schüler des 8. Jahrgangs auf eine spannende Exkursion zu den Havellandkliniken in Nauen und dem Ausbildungszentrum Gesundheit und Pflege (AGP). Gleich zu Beginn durften wir einen Blick hinter die Kulissen der Notaufnahme werfen. Besonders eindrucksvoll war der Schockraum, in dem uns die Abläufe und Herausforderungen bei Notfällen anschaulich erklärt wurden. 

Im Anschluss wurden wir im AGP herzlich von Frau Rummler, der Schulleiterin, begrüßt. Unterstützt wurde sie von zwei Ärzten aus den Bereichen Notfallmedizin und Anästhesie sowie einem erfahrenen Notfallsanitäter. Sie alle nahmen sich viel Zeit, um uns von ihrem beruflichen Werdegang und ihrem Berufsalltag zu erzählen und unsere zahlreichen Fragen zu beantworten. Ein echtes Highlight war der Bericht einer Notärztin, die regelmäßig mit dem Rettungshubschrauber im Einsatz ist – spannend und beeindruckend zugleich! 

Doch dann wurde es plötzlich ernst: Mehrere Pieper schrillten gleichzeitig, und innerhalb kürzester Zeit waren fast alle Fachkräfte verschwunden – ein Großeinsatz war angelaufen. Unsere geplante Besichtigung der Intensivstation und eines Rettungswagens musste daher leider ausfallen. Stattdessen bekamen wir quasi in Echtzeit berichtet, wie sich die Notaufnahme und die Intensivstation (ITS) nun auf den Ernstfall vorbereiten – ein eindrucksvoller Einblick in die Realität des Rettungsdienstes. 

Trotz der besonderen Lage konnten wir dank des Engagements und der Spontanität der verbliebenen Mitarbeitenden noch die sogenannten „Skill Labs“ besuchen. Dort üben Auszubildende an realitätsnahen Puppen wichtige Handgriffe der Intensivpflege – auch für uns eine spannende Erfahrung. 

Am Ende des Tages konnte jede und jeder von uns etwas mitnehmen: sei es eine neue Idee für den eigenen Berufswunsch, die Erkenntnis, dass dieser Bereich vielleicht doch nichts für einen selbst ist, oder ein vertieftes Verständnis für Erste Hilfe. Eines wurde uns allen klar: Die Arbeit im Rettungsdienst verlangt nicht nur Fachwissen, sondern auch viel Ausdauer, Flexibilität und Leidenschaft. Umso mehr danken wir allen Beteiligten, dass sie sich trotz ihres fordernden Alltags Zeit für uns genommen haben. Es war ein Tag voller Eindrücke, die uns sicher noch lange begleiten werden.