Autor: Redaktion LDVC

Projektwoche Herbst

Die Klassen 1a-d haben sich in ihrer ersten Projektwoche mit dem Thema „Herbst“ auseinander gesetzt und mit allen Sinnen dazu gearbeitet: es wurde gebastelt, gespielt, gelernt, gesammelt, erzählt, gemalt, gesungen …

Eine große Herausforderung war die abschließende Präsentation am Freitag. Mutig und mit viel Elan haben die Kinder den Eltern und Großeltern ihre Highlights  vorgestellt.

Auf die Frage hin: „Hat es Euch Spaß gemacht?“:

„Warum ist es schon vorbei?“

„Die Woche war schön und spannend.“

„Mir hat der Ausflug besonders gut gefallen.“

„Wir hatten Spaß beim Anstecken der Ahornnasen.“

 

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Schule ohne Rassismus

Seit 2009 ist der Campus Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage. Diesem Motto verpflichtet finden nicht nur eine Reihe von Veranstaltungen statt, sondern wir leben diese Motto im Schulalltag. Auf der Jahreskonferenz aller SoR-Schulen im Landtag am 7.11.2016 konnten wir eigene Projekte vorstellen und uns mit anderen Schulen austauschen.

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Gruseliges aus dem Hort

Blutwig, der kleine Vampir und Ludwig, sein menschlicher Freund, die beiden Titelfiguren unseres Campusmusicals kommen ja erst im März zu uns. Doch schon in den vergangenen Herbstferien wurde es gruselig geheimnisvoll zauberhaft im Hort.

Unsere Campuseule, schon lange ruhige Beobachterin in der Mensa, hat sich verwandelt in Vampir Gustav, einen entfernten Verwandten Blutwigs. Haben unsere Kinder da etwa mit vereinten kreativen Zauberkräften nachgeholfen? Jedenfalls war unsere Campuseule zunächst einige Tage mit Kleister und jeder Menge Zeitungspapier einbalsamiert. Dann hatte sie auf einmal spitze Vampirzähne, bevor sie zum Ende ganz schwarz wurde, und sich plötzlich als Vampir Gustav vorstellte.

In der Fantasiewerkstatt des Hortes möchte sich Vampir Gustav übrigens in den kommenden Wochen und Monaten immer mal wieder etwas zurecht machen lassen, damit er dann im März Blutwig und seine Familie ansprechend zum Musical auf dem Campus begrüßen kann.

Außerdem begegneten einem im Hort in den Ferien allerlei Kürbisse, die sich in gruselige Köpfe verwandelten. Die Kinder schnitzten dafür und höhlten fleißig aus. Es entstanden allerlei Fledermäuse und Spinnen. Bei einer Blutverkostung gab es blutrote Säfte, von Kirsche über Moosbeere bis hin zu Rote-Beete-Saft, so wie ihn Blutwig mag, zu erkennen. Und im Kino lernten unsere Hortkinder die Schüler von „Burg Schreckenstein“ kennen.

Gefeiert bei monstermäßig guter Musik wurde natürlich auch, wobei sich nun die Kinder selbst teilweise in allerlei Monster, Vampire und andere schaurige Gestalten verwandelten.

Aber auch in diesen Ferien waren die Kinder natürlich wie immer gut dabei, wenn es  einfach nur um Freizeit ging. Ob z.B. draußen auf dem Minispielfeld und im Wäldchen oder aber drinnen beim Bauen, Billard, Brettspiel, Bücherlesen oder beim Computerspiel.

 

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Campustelegramm Nr. 2

Der Terminüberblick für den zweiten Abschnitt des Schuljahres 2016/2017. Traditionell erwarten uns das Laternenfest, unser beliebter Adventsbasar, der Tag der offenen Tür und natürlich verschiedene Sportprojekte im Januar.  Ich wünsche allen viel Erfolg bei der Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltungen, immer ein Licht extra in der dunklen Jahreszeit  und heute schon eine schöne Vorweihnachtszeit. Bitte geben Sie diese Informationen gern auch  an Freunde und Förderer des Campus weiter.

Campustelegramm Nr. 2

Ferienspiele im Kreativitätshort

 

Bekanntlich erwartet unseren Campus ja nach dem Winter Besuch von „Blutwig und Ludwig“. Schon jetzt laufen dafür die Vorbereitungen. Die Musicalkinder proben jede Woche die Rollen um den kleinen Vampir Blutwig, der nur Rote-Beete-Saft mag und um Ludwig, dem das Sprechen schwer fällt.

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Und auch in unserem Herbstferienhort bereiten wir uns auf die Ankunft der beiden vor. Wir lassen es im Schuleingang gruseln, wenn wir daraus ein dunkles Gewölbe errichten und sich Fledermäuse in die Lüfte erheben. Schaurige Speisen werden wir zubereiten und blutrote Getränke servieren.

Aber Kinder und Vampire sind ja auch nur Menschen. Und deshalb gucken wir auch auf die kleinen Besonderheiten, die jeder so hat, ob er nun Rote-Beete-Saft trinkt oder aber eben stottert.

Und mit vielen bunten Spielen, bei denen hoffentlich für jeden etwas dabei ist, werden wir sehen, dass jeder gut ist, so wie er ist.

Wie in allen Ferien finden die Kinder bei uns natürlich auch wieder Zeit für sich und ihre ganz eigenen Interessen.

 

Zeitzeuge Sally Perel

Bereits zum 3ten Mal konnten die Schülerinnen und Schüler den jüdischen Autor Sally Perel als Zeitzeugen des Nationalsozialismus auf dem Campus erleben.

 

Der mittlerweile über 91jährige erzählte sehr persönlich und eindrucksvoll, wie es ihm gelungen war, als Mitglied der Hitlerjugend seine jüdische Identität zu verbergen und somit den Nationalsozialismus und seine Gräueltaten zu überleben. Die vier Jahre, die er im täglichen Kampf um die eigene Identität unter den Nazis verbrachte, beschreibt er als eine Ewigkeit „versteckt unter der Haut des Feindes“.

 

Als er bei einem späteren Besuch in Auschwitz die aufgereihten Schuhe der 1,5 Millionen verbrannten Kinder sieht, macht er es sich zur Lebensaufgabe, „Solange mich meine Schuhe tragen, werde ich unermüdlich darüber berichten.“ Er appellierte an die Schülerinnen und Schüler, dass dies nie mehr passieren dürfe. Für ihn unfassbar beobachtet er die aktuelle Entwicklung – Aufmärschen, die er dachte, nie mehr sehen zu müssen. „Hitler wurde besiegt, aber sein Geist nicht. Ihr Schülerinnen und Schüler müsst daran arbeiten, dass auch der Geist besiegt wird.“

 

Der Campus ist „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Als solcher fühlen sich die Lehrer verpflichtet, ein besonderes Augenmerk auf die gesellschaftliche Bedeutung von Toleranz zu legen. Besonders die deutsche Geschichte darf hier nicht aus dem Blickfeld geraten. Zeitzeugen sind immer eine besondere Bereicherung und geben realistische Einblicke in die Zeit der nationalsozialistischen Diktatur. Sally Perel ist eine überaus eindrucksvolle Persönlichkeit und kann den Schülern viel mit auf den Weg geben.

 

Sally Perel wurde am 21. April 1925 in Deutschland, Peine, geboren. Seine Autobiografie „Ich war Hitlerjunge Salomon“ wurde 1990 unter dem Titel „Hitlerjunge Salomon“ verfilmt.

Kinderuni 2016

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Große lernen mit kleinen Schülern – Schüler der 11. Klassen unterrichten für Grundschüler – das ist die simple und einzigartige Idee der Kinderuni am Campus. Sie fand am 6. Oktober 2016 bereits zum sechsten Mal statt.

Über 150 Grundschüler kamen von den Grundschulen „Käthe Kollwitz“ aus Nauen, „Karibu“ aus Paulinenaue, Grundschule „Am Wasserturm“ aus

 

Dallgow und Grundprivatschule_nauen_kinderuni_2016_1schulen aus Falkensee. Alle standen sie um Punkt 9 Uhr erwartungsfroh am Campus. Vorher hatten sie sich bereits über die Workshops informiert und jeweils drei ausgewählt.

Den Sechstklässlern macht das Lernen mit den „Großen“ einfach Spaß. Über den ganzen Vormittag wechseln sich die Workshops ab. Die Grundschüler bauten u.a. Raketen selbst, testen Falschgeld, analysierten die Mundhöhle, schauten in der Sternwarte gen Planeten und gingen der Frage nach, ob ihr Smartphone glücklich macht.

 

Die Workshops lauteten:

Fotogramme anfertigen
Fotoleporellos
Wie läuft das mit dem Geld eigentlich?
Säfte für alle – kreiere deinen perfekten Saft!
Das unterschätzte Killerpaar –privatschule_nauen_kinderuni_2016_2
Alkohol & Nikotin
Gesunde Ernährung – Schicht um Schicht
Die süßeste Versuchung der Welt!?
Schuften für Schokolade!
Flieg Kirschkern, flieg! Wie wird man Kirschkernweitspuckweltmeister?
Fallschirmspringen für Anfänger
Fliegen leichtgemacht – Warum fliegt ein Flugzeug?
Scratch
Die Zukunft der Erde?
Gesunde Ernährung – Besser iss das!

 

Die Gymnasiasten bereiteten die Workshops über drei Wochen in ihren Profilstunden detailliert vor und lernten zur Kinderuni gemeinsam mit den kleinen „Studenten“. Die Profile „Luft- und Raumfahrt“ (LuR), Medien und Kommunikation (MuK) bzw. „Wirtschaft und Nachhaltigkeit“ (WuN) des Campus liefern den inhaltlichen Ansatz.

Für die Gymnasiasten war der Wechsel vom „Schüler“ zum „Lehrer“ eine große Herausforderung und ermöglichte einen neuen Blick auf „Schule“ und „Unterricht“.

Kinderuni 2016

Große lernen mit kleinen Schülern – Schüler der 11. Klassen unterrichten für Grundschüler – das ist die simple und einzigartige Idee der Kinderuni am Campus. Sie fand am 6. Oktober 2016 bereits zum sechsten Mal statt.

Die diesjährige Schirmherrin der Kinderuni, Ursula Nonnenmacher, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Landtagsfraktion Bündnis 90 Die Grünen und Parlamentarische Geschäftsführerin: „Tolle Veranstaltung, viele Ideen und viel Engagement! Ich bin begeistert von der  6.Kinderuni des Leonardo da Vinci Campus in Nauen.“

(Ganzer Kommentar unter: http://ursulanonnemacher.de/volltext/article/6_kinderuni_auf_dem_leonardo_da_vinci_campus_in_nauen_am_6102016/)

Über 150 Grundschüler kamen von den Grundschulen „Käthe Kollwitz“ aus Nauen, „Karibu“ aus Paulinenaue, Grundschule „Am Wasserturm“ aus Dallgow und Grundschulen aus Falkensee. Alle standen sie um Punkt 9 Uhr erwartungsfroh am Campus. Vorher hatten sie sich bereits über die Workshops informiert und jeweils drei ausgewählt.

Den Sechstklässlern macht das Lernen mit den „Großen“ einfach Spaß. Über den ganzen Vormittag wechseln sich die insgesamt 13 Workshops ab. Die Grundschüler bauten u.a. Raketen selbst, testen Falschgeld, analysierten die Mundhöhle, schauten in der Sternwarte gen Planeten und gingen der Frage nach, ob ihr Smartphone glücklich macht.

Die Workshops lauteten:

  • Fotogramme anfertigen
  • Fotoleporellos
  • Wie läuft das mit dem Geld eigentlich?
  • Säfte für alle – kreiere deinen perfekten Saft!
  • Das unterschätzte Killerpaar – Alkohol & Nikotin
  • Gesunde Ernährung – Schicht um Schicht
  • Die süßeste Versuchung der Welt!?
  • Schuften für Schokolade!
  • Flieg Kirschkern, flieg! Wie wird man Kirschkernweitspuckweltmeister?
  • Fallschirmspringen für Anfänger
  • Fliegen leichtgemacht – Warum fliegt ein Flugzeug?
  • Scratch
  • Die Zukunft der Erde?
  • Gesunde Ernährung – Besser iss das!

Die Gymnasiasten bereiteten die Workshops über drei Wochen in ihren Profilstunden detailliert vor und lernten zur Kinderuni gemeinsam mit den kleinen „Studenten“. Die Profile „Luft- und Raumfahrt“ (LuR), Medien und Kommunikation (MuK) bzw. „Wirtschaft und Nachhaltigkeit“ (WuN) des Campus liefern den inhaltlichen Ansatz.

Für die Gymnasiasten war der Wechsel vom „Schüler“ zum „Lehrer“ eine große Herausforderung und ermöglichte einen neuen Blick auf „Schule“ und „Unterricht“.

 

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Ribbeck neu erfahren

Schülerinnen und Schüler des Leonardo da Vinci Gymnasiums präsentierten auf dem Birnenfest in Ribbeck die Ergebnisse ihres Projektes „Ribbeck neu erfahren: auf den Spuren alter Berufe – auf der Suche nach neuen Formaten“. Das Projekt fand im Rahmen des Themenjahres Kulturland Brandenburg 2016 „handwerk – zwischen gestern & übermorgen“ statt. Die Schülerinnen und Schüler haben die Geschichte der Ribbecker Dorfbewohner recherchiert und die Ergebnisse als Comic-Buch zusammengestellt. Auch eine Internetseite ist dabei entstanden. Der Kurs „Darstellendes Spiel“ hat die Comic-Geschichten in einen Maskenspiel umgesetzt.

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Das Projekt wurde von Kulturland Brandenburg und denkmal aktiv (dem Schulprogramm der Deutschen Stiftung Denkmalschutz) unterstützt. Bei der Eröffnung des Birnenfestes gab es lobende Worte von Landrat Roger Lewandowski und Staatssekretär, Bevollmächtigter des Landes Brandenburg beim Bund und für Medien, Beauftragter für Internationale Beziehung, Thomas Kralinski.

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Eine Zeitzeugin erzählt – Ruth Weiss

Ruth Weiss, Autorin und Wirtschaftsjournalistin

Am Donnerstag, 29. September 2016 erzählte und diskutierte die Autorin und Wirtschaftsjournalistin Ruth Weiss mit Schülerinnen und Schülern der des Leonardo da Vinci Gymnasiums über das Thema Diskriminierung. Die 1924 in Fürth geborene und mittlerweile 92jährige erfuhr unter dem nationalsozialistischen Regime was es heißt, diskriminiert zu werden. Als einziges jüdisches Kind in einer kleinen Dorfschule wurde sie von einem auf den anderen Tag gemieden, verlor ihre Freunde und ihre Heimat. „Ich wurde plötzlich aus einer Gruppe ausgeschlossen, in der ich mich sehr wohl fühlte.“, so die Autorin. Sie erlebte den Terror und die Flucht über Hamburg nach Südafrika.

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Dort setzte sie sich später aktiv gegen den Rassismus bzw. die Apartheid ein und wurde aus diesem Grund auf einer „Schwarzen Liste“ eingetragen, womit sie mit persönlicher Verfolgung rechnen musste. Sie wurde offiziell zur „persona non grata“ erklärt und konnte nicht mehr nach Südafrika reisen. Erst 1991 wurde sie von dieser Liste gestrichen. Sie hatte engen Kontakt zu Nelson Mandela und vielen anderen Führern der afrikanischen Freiheitsbewegung.

Im Anschluss an die Lesung gab es eine lebhafte Diskussion mit den Schülerinnen und Schülern zu den Themen Nationalsozialismus und Apartheid.

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8 neue Stolpersteine für Nauen

Am Dienstag, 27. September 2016 wurden in Nauen 8 neue Stolpersteine verlegt, um die Erinnerung an die Menschen wach zu halten, die während des Nationalsozialismus verfolgt, gedemütigt und ermordet wurden. Den Stein ins Rollen brachte der Geschichtsleistungskurs des Leonardo da Vinci Gymnasiums im Sommer 2014. Die Schülerinnen und Schüler recherchierten zu jüdischen Opfern der NS-Zeit in Nauen.

Ziel war die Verlegung eines  Stolpersteins zum Gedenken an einen jüdischen Bürger in Nauen. Unterstützung fanden die Schülerinnen und Schüler bei Frau Ursula Arzbächer, die bereits 2001 zur Geschichte der jüdischen Gemeinde  in Nauen geforscht hatte.

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2 Jahre später war es dann soweit: Nauen bekam 8 neue Stolpersteine, u. a. den Stein für Frieda Eck, der von den Schülerinnen und Schülern bei der Initiative eingereicht wurde. Frieda Eck war von Beruf Schneidermeisterin und betrieb in ihrer Wohnung eine Damenschneiderei. Hier lebte sie zusammen mit ihrer Tochter Ruth. Ihr Ehemann Karl war im Ersten Weltkrieg gefallen. Als Witwe war Frieda Eck nach den Rassegesetzen der Nationalsozialisten auf Grund ihrer jüdischen Herkunft den Verfolgungsmaßnahmen schutzlos ausgeliefert. So gehörte sie zu denjenigen Bürgern in Nauen, welchen während der Pogromnacht am 9. November 1938 der Wohnraum von der SA demoliert wurde. Im Jahre 1943 wurde sie in das Frauen-Konzentrationslager nach Ravensbrück gebracht, wo sie am 2. September 1944 ermordet wurde.

Nach einer feierlichen Eröffnungsveranstaltung im evangelischen Gemeindezentrum ging es zu den 8 ehemaligen Häusern. Hier verlegte der Künstler Gunter Demnig, der dieses Projekt ins Leben gerufen hat, die Stolpersteine persönlich.

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Stolpersteine liegen in mehr als 1000 Städten in Deutschland und in vielen europäischen Ländern. Sie erinnern an Menschen, die als Juden verfolgt wurden, für Aktive des politischen und des kirchlichen Widerstands, für Homosexuelle, Roma und Sinti, Zeugen Jehovas und andere Verfolgte, ebenso für Euthanasie-Opfer und Zwangsarbeiter.

„bunt statt braun“ – mit Spraydosen und Wortakrobatik gegen Nazis

Am Donnerstag, 22. September 2016 wurde es auf der Piazza des Leonardo da Vinci Campus gemütlich, bunt und sportlich. Das Aktionsbündnis Brandenburg machte auf seiner Sommertour „Schöner leben ohne Nazis“ einen Halt auf dem Leonardo da Vinci Campus in Nauen.

„Deutschland überfüllt: wie wär’s…pro Flüchtling rein, ein Nazi raus!“

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Getreu dem Motto „bunt statt braun“ konnten die Schülerinnen und Schüler mit Graffiti-Spraydosen oder Worten ihre Parolen in die Welt tragen oder auf dem Parkourworkshop lernen, wie man Hindernisse überwindet. Dabei wurden sie von Aktionskünstlern und -sportlern vom Offenen Kunstverein Potsdam e.V. sowie vom erfolgreichen Slammer Wolf Hogekamp begleitet.

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In dem gemütlich eingerichteten Wohnzimmer, mitten auf der Piazza, konnte man sich auf einer Couch bei einem kühlen Apfelsaft weiter zum Thema austauschen.

 

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„Als Campus gegen Rassismus und für Zivilcourage ist es uns wichtig, gemeinsam mit unseren Schülern viele Ereignisse und Situationen zu erleben, in denen das Thema Toleranz eine Rolle spielt. Wir wünschen uns ein offenes und freundliches Zusammenleben vieler unterschiedlicher Menschen in Deutschland – so wie auf dem Campus. Dabei ziehen wir stets die aktive Auseinander-setzung  – wie heute durch Graffiti-Kunst, Sprachkunst und Sportparcour – trockener Belehrung vor. Ein toller Nachmittag und Abend mit viel Politik, fröhlichen Kunstaktionen und klaren Bekenntnissen für einen weltoffenen Campus.“, so die Geschäftsführende Gesellschafterin des Campus Dr. Irene Petrovic-Wettstädt.

Vor einem Jahr hinterließ ein von Neonazis verübter Brandanschlag auf die OSZ-Sporthalle in direkter Nachbarschaft zum Campus einen mahnenden Schutthaufen. Am Abend wurden die meisten der Tafeln mit den Graffiti-Parolen am Zaun des Campus befestigt, der gegenüber der abgebrannten Sporthalle liegt.

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https://youtu.be/r14XWYCexqQ

 


Gender-Hinweis: Soweit innerhalb unserer Kommunikationsmittel Bezeichnungen für Berufe, Gruppen oder Personen verwendet werden, wird im Interesse einer besseren und leichteren Lesbarkeit nicht in geschlechtsspezifische  Personenbezeichnungen differenziert. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

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