Die Brücke über den Ärmelkanal steht – trotz Brexit!

Die Brücke über den Ärmelkanal steht – trotz Brexit!

…und weitere Brücken sind längst gebaut.

Als der Brexit 2016 kam, ging der Leonardo da Vinci Campus den entgegengesetzten Weg: Kooperationen und Partnerschaften nach England und allen anderen europäischen Staaten aufbauen und durch Schülerfreundschaften stärken. Simon Pearce, Engländer durch und durch, wurde zum „International Coordinator“ am Gymnasium benannt. Seit 2016 erweitert er kontinuierlich internationale Kontakte für die Campus-Schüler, die gerne Freundschaften in anderen europäischen Ländern schließen möchten.

„Die Brexit Abstimmung war für mich, wie für viele meiner Landesmänner, ein großer Schock. Es hat uns gezeigt, dass man enge Kooperationen und Freundschaften zwischen verschiedenen Ländern nie als gegeben hinnehmen sollen. Partnerschaften muss man pflegen, sowohl auf privater als auch auf globaler Ebenen. Das größte Problem in Großbritannien war es, dass man die Ziele der EU nicht verstanden hat oder verstehen wollte. Wenn man der Jugend jedoch die Chance gibt, sich kulturell auszutauschen, dann ist dies die Basis für verständnisvollen Umgang miteinander, auch im späteren Erwachsenenleben.“

Dabei organisiert der Campus keine Schüleraustausche im klassischen Sinn. Am Campus finden die Schüleraustausche Jahrgangs- und schulübergreifend statt. Wer sich für ein Land und den kulturellen Austausch interessiert, kann sich melden.

Seit vielen Jahren praktiziert der Leonardo da Vinci Campus dieses Modell mit  den Partnerschulen Lazarillo de Tormes Escalona (Spanien), The Mayoor Chopasni School (Indien) The Hof Hasharon School (Israel), Pinier du College Melle (Frankreich) und The Arnewood School New Milton (England).

Darüber hinaus arbeitet der Campus seit drei Jahren eng mit dem Pädagogischen Austauschdienst zusammen. Unter anderem unterstützt der PAD das Deutschland Plus! Programm, indem Schüler aus der ganzen Welt nach Deutschland eingeladen sind, um für zwei oder drei Wochen in die deutsche Kultur einzutauchen. Den Jugendlichen soll ein modernes und authentisches Deutschlandbild vermittelt werden. Gleichzeitig wirbt das Programm für ein weltoffenes Deutschland. In den letzten drei Jahren durften wir Gastschüler aus Dänemark, den USA und Großbritannien willkommen heißen. Die Lehrerinnen und Lehrer des Campus nutzen regelmäßig die Möglichkeit, den Lehreralltag in anderen europäischen Ländern kennenzulernen. Kolleginnen und Kollegen arbeiten im JOB-Shadowing oder besuchen Weiterbildungen in anderen europäischen Ländern.