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Wir sind dreimal Brandenburger Schulschach-Mannschaftsmeister 2026

Beim Brandenburger Schulschachmannschaftsturnier am 7. März 2026 in Fredersdorf konnten die Schachteams unseres Campus einen beeindruckenden Erfolg feiern. Mit drei Goldmedaillen und einer Bronzemedaille in verschiedenen Wettkampfklassen krönten sich unsere Schülerinnen und Schüler gleich mehrfach zu Brandenburger Schulschachmannschaftsmeistern. Hier folgt ein kurzer Überblick über die Erfolge und einige besondere Momente des Turniertages unseres Schachlehrers Frank Neumann:

Dreimal GOLD und einmal Bronze: Wir als Campus sind Brandenburger Schulschachmannschaftsmeister in 3 verschiedenen Wettkampfklassen. Hier ein kleiner Bericht und eine Zusammenfassung der Erfolge: Am Sonnabend den 7. März 2026 fand das begehrte Brandenburger Schulschachmannschaftsevent in Fredersdorf statt. Wir nahmen mit 7 Teams teil und holten 4 Medaillen.

Hier eine Zusammenfassung und kleiner Bericht von Frank Neumann:

Gold für die WK Klassen 1-2 für das Team:

    • Jordi Behring
    • Nico Zienczyk
    • Aaron Glaubitz
    • Junyi Tang

    Gold für die Mädchen ( WK Mädchen 1-4 )

      • Alina Glaubitz
      • Emilia Krafft
      • Junyan Tang
      • Aida Uslu

      Gold in der WK Mädchen 5-13

        • Klara Bayer
        • Emma Börner
        • Lene Pygoch
        • Isabell Kuhfeld

        Bronze für die Jungs in der WK Grundschule 1-4

        • Fritz Büthe
        • Tom Lange
        • Valentino Sesso
        • Charles Kesselschläger
        • Mika Steffens

        Ein herzliches Dankeschön an die Schülerinnen und Schüler, die kurzfristig eingesprungen sind, um die Teams zu vervollständigen. Danke an alle Eltern für die Unterstützung bei der Organisation. Danke an unseren Kooperationsverein SV Hellas Nauen. Jetzt heißt es bald, Deutsche Schulschachmannschaftsmeisterschaft wir kommen.

        Für die Interessierten ein kleiner Bericht

        Dieses Turnier war gespickt mit kleinen Raffinessen – sowohl auf dem Brett als auch abseits des Spielgeschehens. Selbst für Hobbyspieler oder leidenschaftliche Noch-Nicht-Schachspieler boten sich bemerkenswerte Momente, die den Wettkampftag lebendig und spannend machten.

        Spannung in der WK G 1–2 – Nicos außergewöhnliche Momente

        In der Wettkampfklasse der Klassen 1–2 lagen wir souverän in Führung. In Runde 5 kam es dann zu einer möglichen Vorentscheidung. Am zweiten Brett spielte Nico eine beeindruckende Partie: Er drängte seinen Gegner nach und nach an den Rand und brachte ihn sichtlich in Bedrängnis. Plötzlich hob sein Gegner den Arm und rief die Schiedsrichterin – der Grund war für alle Umstehenden zunächst völlig unklar. Die Partie lief weiter, und kurze Zeit später bot derselbe Spieler ein Remis an, obwohl Nico klar auf Gewinn stand. Das Angebot war aus schachlicher Sicht völlig unbegründet.

        Erst nach Nicos souveränem Sieg erfuhren wir den Hintergrund der Unterbrechung: Der Gegner hatte reklamiert, dass Nico eine digitale Armbanduhr trug – etwas, das tatsächlich nicht erlaubt ist. Bemerkenswert bleibt jedoch, dass ein Spieler der 1. Klasse diese Regel kennt und so gezielt reklamiert.

        Für unsere Mannschaft gilt die klare Vorgabe: Fair Play steht über allem. Daran hielten wir uns selbstverständlich – und Nico blieb trotz der ungewöhnlichen Situation beeindruckend ruhig. Kurios wurde es zusätzlich, da in zwei Partien zuvor die Gegner die „J’adoube“-Regel nicht kannten. (Berührt-Geführt Regel wird außer Kraft gesetzt) Dadurch kam es zu einer Szene, in der Nico seine Dame aufgrund der Unkenntnis des Gegners einstellte. Nico dachte auch nicht daran beim Schiedsrichter sein geltendes Recht einzufordern.  Trotz dieser emotional schwierigen Momente – gerade weil junge Spieler oft stark an ihrer Dame hängen – blieb Nico komplett gefasst und gewann beide Partien überzeugend.

        Ein kleiner Höhepunkt: Jordis raffinierte Falle in Runde 6

        Ein weiteres Highlight bot Jordi in Runde 6. Aus einer scheinbar harmlosen Stellung heraus – nach der schwarzen Antwort … Tg8 – entstand eine Situation, die für Schachkenner klar, für ungeübte Zuschauer jedoch hochspannend wirkte. Jordi hatte seinen Gegner mit einer schottischen Abtauschvariante systematisch geschwächt. Nach Kh1 täuschte er mit einer kleinen, bewusst gesetzten Handbewegung eine Ungenauigkeit vor. Der schwarze Spieler glaubte an einen Fehler und schlug gierig und mit einem Selbstverständnis den Bauern auf g4 (Txg4). Doch genau das wollte Jordi: Mit Td8# setzte er seinen Gegner sofort matt. Eine kleine Kombination – aber ein absolut sehenswertes Beispiel für Spielverständnis, Raffinesse und Fairness.

        Unsere jungen Spielerinnen und Spieler zeigten nicht nur starkes Schach, sondern auch Ruhe, Cleverness und echte sportliche Haltung. Die vielen kleinen Geschichten rund um die Partien machten diesen Wettkampf zu einem besonderen Erlebnis – für Spieler, Betreuende und Zuschauer gleichermaßen.

        Wir freuen uns auf die nächsten Veranstaltungen und bis bald!

        Veröffentlicht
        11. März 2026
        Redaktion LDVC