Stadtführer Nauen: von Kindern für Kinder

Stadtführer Nauen: von Kindern für Kinder

Schülerinnen und Schüler auf den Spuren der Nauener Zuwanderung

Zuwanderung bestimmte die Stadtgeschichte Nauens in der Vergangenheit  – ebenso wie heute. Schülerinnen und Schüler der Klasse 5b des Leonardo da Vinci Campus haben sich mit ihrem Klassenlehrer Ronny Besancon zum Ziel gesetzt, die Spuren dieser Zuwanderung in der Stadtgeschichte zu erforschen. Dabei haben sie sich einen Zeitstrahl zur Stadtgeschichte Nauens erarbeitet und sich entschieden, fünf große Zeitabschnitte genauer zu bearbeiten: die Zeit der  Stadtgründung mit der Zuwanderung der Deutschen, die Einwanderung und das Leben der jüdischen Bevölkerung, die Entstehung der Garnison in Nauen und das Leben der Soldaten hier, die Industrialisierung im 19. Jahrhundert mit der Zuwanderung der Fabrikarbeiter und die Flucht der Ostdeutschen nach dem zweiten Weltkrieg. „Migration spielte in der Stadtgeschichte Nauens eine große Rolle. Die Schülerinnen verstehen mit dieser Arbeit, wie Integration in der Vergangenheit gelang – und auch, woran sie scheiterte“, betont Ronny Besancon die Aktualität der Thematik.

Die Schülerinnen und Schüler haben in Büchern und Quellenbänden gearbeitet und sind auch auf Forschungsreise in die Stadt gegangen, um die historischen Schauplätze zu dokumentieren. Unterstützt wurden sie dabei vom Verein der Nauener Heimatfreunde, dessen Vorsitzender, Wolfgang Johl, wertvolle Fakten und Zusammenhänge erklärte. In einer Zwischenpräsentation zeigten die Schülerinnen und Schüler erste Ergebnisse. Bis zum Schuljahresende werden sie den eigenen Stadtführer für Kinder und Jugendliche fertigstellen, der allen Interessierten in gedruckter Form zur Verfügung stehen wird. „Ich freue mich sehr, dass sich die Schüler der Geschichte Nauens annehmen und so begeistert bei der Arbeit sind.“, betont Wolfgang Johl.

Parallel dazu erarbeiten Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse des Gymnasiums eine interaktive Ausstellung zur Zuwanderung in Brandenburg. Das Projekt wird gefördert von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz im Rahmen des Programmes „Denkmal aktiv“.