Projekt Holzträume: Unsere Schüler der Gesamtschule bauen und gestalten Möbel für ihren Marktplatz
Wie sieht ein Lernbereich aus, in dem man sich gerne aufhält? Unsere Schüler der Gesamtschule haben darauf ihre eigenen Antworten gefunden und selbst Hand angelegt. In einer Projektwoche entwarfen und bauten sie mit ihrer WAT-Lehrerin Nicole Strupp Möbel für ihren Marktplatz. Entstanden sind individuelle Sitzgelegenheiten, Podeste und Stehtische.
Von der ersten Idee zum eigenen Möbelstück
Am 15. September 2025 startete das Projekt mit der Bildung von Arbeitsgruppen und ersten Skizzen. Schon am nächsten Tag entwickelten unsere Schüler gemeinsam mit fachkundiger Unterstützung Baupläne und Stücklisten. Anschließend ging es an die praktische Umsetzung: sägen, bauen, schleifen und gestalten.
Die Aufgabe bestand darin, ein Podest, ein Coachinghaus oder einen Stehtisch zu entwerfen und umzusetzen. Bis zu neun Gruppen arbeiteten zeitweise parallel an ihren Ideen. Dabei wurde schnell deutlich, wie wichtig eine gute Planung ist. Erste Fehler gehörten zum Lernprozess und halfen den Schülern, ihre handwerklichen Fähigkeiten weiterzuentwickeln.
Nachhaltigkeit und Kreativität verbinden
Besonders nachhaltig: Für die neuen Podeste wurden alte Polsterbänke als Grundlage verwendet. So erhielten vorhandene Materialien ein zweites Leben. Mit Holz, Farben und eigenen Gestaltungsideen schufen die Schüler Möbelstücke, die zu ihrem Lernbereich passen.
Auch die Zusammenarbeit stand im Mittelpunkt. Schüler aus dem Vorjahresprojekt unterstützten die jüngeren Teilnehmer, Kollegen halfen spontan in ihren Pausen mit. Mit wachsender Erfahrung übernahmen die Gruppen immer mehr Verantwortung und arbeiteten zunehmend selbstständig.
Wie sehr sich die Schüler mit ihren Projekten identifizierten, zeigte sich auch in kleinen persönlichen Momenten: Sie dokumentierten ihre Arbeit in Videos für ihre Eltern.
Gemeinsam planen, Herausforderungen meistern
Nicht alles lief von Anfang an wie geplant. Handwerker mussten Termine verschieben, ein geplanter Workshop konnte zunächst nicht stattfinden und auch die Budgetplanung musste angepasst werden. Mit Unterstützung des Werkhauses und eines ehemaligen Dachdeckermeisters fanden sich Lösungen. Fördermittel aus Projekt:Kultur in Höhe von 10.000 Euro ermöglichten vor allem die Finanzierung der fachlichen Begleitung und der benötigten Materialien. Der zunächst verschobene Workshop mit Künstlern wurde im Dezember 2025 nachgeholt. Damit fand das Projekt seinen erfolgreichen Abschluss.
Ein Lernbereich, der den Schülern gehört
Zum Abschluss der Projektwoche weihten die Schüler ihre fertigen Möbel mit einem gesunden Frühstück ein. Seitdem werden die selbst gebauten Sitzmöglichkeiten und Tische im Lernalltag genutzt.
Das Projekt hat weit mehr bewirkt als eine neu gestaltete Lernumgebung. Unsere Schüler haben gelernt, im Team zu arbeiten, kreative Lösungen zu entwickeln und auch bei Schwierigkeiten dranzubleiben. Vor allem aber haben sie erlebt, was es bedeutet, Verantwortung für den eigenen Lernort zu übernehmen. Denn wer selbst etwas gestaltet und mit eigenen Händen schafft, entwickelt eine besondere Verbindung dazu.
Das Projekt konnte realisiert werden mit Unterstützung der Neumayer Stiftung durch das Projekt:Kultur.

