Mein Kampf – eine Farce

Mein Kampf – eine Farce

Am 30. Januar und 1. Februar 2019 standen SchülerInnen des Leonardo da Vinci Ganztagsgymnasium und Schauspieler des Potsdamer Theaters „Poetenpack“ gemeinsam auf der Bühne und führten die Farce „Mein Kampf“ von George Taboris auf.

Für die SchülerInnen war es ein großartiges Erlebnis, gemeinsam mit professionellen Schauspielern ein Stück einzuüben und dies dann aufzuführen. Lob gab es auch vom Fachbereichsleiter Stephan Dierichs, der von „der Ruhe und Kraft“ seiner SchülerInnen bei den Aufführungen begeistert war. Theaterpädgogin Clara Schöller, die die SchülerInnen in das Stück einführte und vorbereitete, schloss sich der Begeisterung an.

Das Stück beschäftigt sich in schwarzhumoriger Form mit dem Werdegang Hitlers und dem Trauma des Holocaust. Es spielt zu Beginn des 20. Jahrhunderts in einem Männerwohnheim in Wien. Der junge Adolf Hitler mietet sich hier ein, um sich an der Kunstakademie zu bewerben und trifft auf den jüdischen Buchhändler Schlomo Herzl. Hitler ist hier keineswegs der blutrünstige Dämon, sondern eher ein unsympathischer, aber nicht durchweg abstoßender Wirrkopf. Im Verlauf des Stücks entwickelt er sich in zugespitzter und teilweise grotesker Handlung zum Antisemiten und despotischen Diktator. Tabori folgt damit einer Tradition jüdischen Humors und knüpft an Brecht und Chaplin an.

Die Inszenierung des Theaters Poetenpack balanciert gekonnt auf dem schmalen Grat zwischen Lachen und Grauen, zwischen Tragik und Komik, integriert Live-Musik und die Jugendlichen als einen „Chor der Schutzengel“.