Industrielle Revolution 4.0

Industrielle Revolution 4.0

Wie die Digitalisierung unsere Arbeitswelt verändert – ein Zukunftsdialog mit SchülerInnen des Gymnasiums.

Privatsphäre und Sicherheit verschwinden, ständige Erreichbarkeit, Notwendigkeit sich stets weiter zu entwickeln und anzupassen – das waren einige der Befürchtungen, die die SchülerInnen des Leonardo da Vinci Campus äußerten, wenn sie an ihre zukünftige Arbeitswelt und die weitere Entwicklung dachten. Katharina Vogt von Future of Voice (Startup, Entwicklung von Alexa Voice), Sebastian Rösner von Deutsche Gesellschaft e.V. (Leitung Bereich EU & Europa) und Frank Burgdörfer (Geschäftsführer von polyspektiv) diskutierten mit den SchülerInnen und berichteten von eigenen Erfahrungen. Bei den Zukunftsdialogen handelt es sich um Diskussionsrunden mit Jugendlichen zu wichtigen gesellschaftlichen und politischen Zukunftsfragen, in der eigene Ansichten, Befürchtungen aus der aktuellen Erwartungshaltung aber auch optimistische Zukunftsaussicht geäußert werden konnten. Die Hoffnungen lagen bei Themen wie z. B. weniger Ressourcenverschwendung, ein bedingungsloses Grundeinkommen, weniger Arbeit für einzelne Mitarbeiter und bessere Aufstiegschancen für Frauen.

Passend zum Letztgenannten gab Frau Vogt einen Einblick in ihren Karriereweg, wie sie zu einer erfolgreichen Frau in der Männerdomain als Programmiererin und Softwareentwicklerin wurde, wie Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der Zukunft aussehen kann. Welche Erwartungshaltung die Arbeitswelt auf die Mitarbeiter von morgen hat: zwischen Gleitzeit und Überstunden und dem Arbeiten in flachen Hierarchien.

Herr Rösner berichtete aus der Veränderung der Erwachsenenbildung. Welche Ansprüche werden an das Bildungswesen und damit über die Coaches an die „lebenslangen Lerner“ von morgen gerichtet? Wie muss sich Bildung verändern um den selbstständigen, kreativ mitdenkenden Mitarbeiter von morgen auf das Übermorgen vorzubereiten?

Selbst vor dem Thema „Grundeinkommenskonzepte“ wurde kein Halt gemacht, als es darum ging: Wie müssen sich die Gesellschaft und die gewachsenen Strukturen verändern, um zukunftsfähig zu werden? Passt eigentlich das gealterte System zum neuen Menschen, zum neuen Verständnis von Arbeit, das nicht mehr nur Existenzsicherung bedeutet, sondern auch sinnstiftend, selbst erfüllend sein soll/kann?

Im Vorfeld beschäftigten sich die SchülerInnen im Unterricht mit dem Megatrend „Digitalisierung“, wie Industrie 4.0 im Land der Ingenieure und Erfinder, im Industrie- und Autoland Deutschland aussehen wird. Welche Entwicklungen werden bereits jetzt in Unternehmen umgesetzt und welche Unternehmensbereiche können betroffen sein.

Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat.