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Besuch der Havelland-Klinik Nauen: Schüler der 8. Klasse auf den Spuren des Rettungsdienstes 

Wie arbeitet der Rettungsdienst, wenn jede Sekunde zählt? Und welche Berufe stehen hinter der Versorgung von Menschen in Notfällen? Bei ihrer Exkursion zu den Havellandkliniken in Nauen und dem Ausbildungszentrum Gesundheit und Pflege (AGP) erhielten Schüler des 8. Jahrgangs spannende Einblicke in die Welt der Notfallmedizin – und erlebten hautnah, wie unvorhersehbar der Arbeitsalltag im Rettungsdienst sein kann.

Ein Bericht von Nadja Mertins

Am 24. Juni, begaben sich einige Schüler des 8. Jahrgangs auf eine spannende Exkursion zu den Havellandkliniken in Nauen und dem Ausbildungszentrum Gesundheit und Pflege (AGP). Gleich zu Beginn durften wir einen Blick hinter die Kulissen der Notaufnahme werfen. Besonders eindrucksvoll war der Schockraum, in dem uns die Abläufe und Herausforderungen bei Notfällen anschaulich erklärt wurden. 

Im Anschluss wurden wir im AGP herzlich von Frau Rummler, der Schulleiterin, begrüßt. Unterstützt wurde sie von zwei Ärzten aus den Bereichen Notfallmedizin und Anästhesie sowie einem erfahrenen Notfallsanitäter. Sie alle nahmen sich viel Zeit, um uns von ihrem beruflichen Werdegang und ihrem Berufsalltag zu erzählen und unsere zahlreichen Fragen zu beantworten. Ein echtes Highlight war der Bericht einer Notärztin, die regelmäßig mit dem Rettungshubschrauber im Einsatz ist – spannend und beeindruckend zugleich! 

Doch dann wurde es plötzlich ernst: Mehrere Pieper schrillten gleichzeitig, und innerhalb kürzester Zeit waren fast alle Fachkräfte verschwunden – ein Großeinsatz war angelaufen. Unsere geplante Besichtigung der Intensivstation und eines Rettungswagens musste daher leider ausfallen. Stattdessen bekamen wir quasi in Echtzeit berichtet, wie sich die Notaufnahme und die Intensivstation (ITS) nun auf den Ernstfall vorbereiten – ein eindrucksvoller Einblick in die Realität des Rettungsdienstes. 

Trotz der besonderen Lage konnten wir dank des Engagements und der Spontanität der verbliebenen Mitarbeitenden noch die sogenannten „Skill Labs“ besuchen. Dort üben Auszubildende an realitätsnahen Puppen wichtige Handgriffe der Intensivpflege – auch für uns eine spannende Erfahrung. 

Am Ende des Tages konnte jede und jeder von uns etwas mitnehmen: sei es eine neue Idee für den eigenen Berufswunsch, die Erkenntnis, dass dieser Bereich vielleicht doch nichts für einen selbst ist, oder ein vertieftes Verständnis für Erste Hilfe. Eines wurde uns allen klar: Die Arbeit im Rettungsdienst verlangt nicht nur Fachwissen, sondern auch viel Ausdauer, Flexibilität und Leidenschaft. Umso mehr danken wir allen Beteiligten, dass sie sich trotz ihres fordernden Alltags Zeit für uns genommen haben. Es war ein Tag voller Eindrücke, die uns sicher noch lange begleiten werden. 

Veröffentlicht
11. Juli 2025
Redaktion LDVC