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Merle und Liliane bei Jugend forscht: Wie beeinflussen Gene das Altern?

Warum werden manche Lebewesen sehr alt, während andere nur wenige Jahre leben? Mit dieser Frage beschäftigten sich Liliane und Merle aus der Klasse 11 unserer Gesamtschule. Mit ihrem Biologie-Projekt überzeugten sie beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ in Brandenburg an der Havel und sicherten sich den 1. Platz. Damit qualifizierten sie sich für das Landesfinale am 26. März.

Auf Spurensuche in unseren Genen

Die beiden Schülerinnen untersuchten das Gen nox3, das an der Bildung reaktiver Sauerstoffverbindungen beteiligt ist. Diese können unter anderem Zellbestandteile und die DNA schädigen und werden deshalb im Zusammenhang mit Alterungsprozessen erforscht.

Mit bioinformatischen Methoden verglichen Liliane und Merle die genetischen Sequenzen verschiedener Säugetiere. Dafür nutzten sie das Analysewerkzeug BLAST und Daten aus einer wissenschaftlichen Datenbank. Sie wollten herausfinden, ob sich aus den Ähnlichkeiten des Gens Rückschlüsse auf die Lebenserwartung der untersuchten Arten ziehen lassen.

Der Nacktmull stellt die Forschung vor Fragen

Besonders spannend war der Vergleich verschiedener Nagetiere. Der Nacktmull ist für seine außergewöhnliche Langlebigkeit bekannt. Obwohl sein nox3-Gen nur zu 83,57 Prozent mit dem der Hausmaus übereinstimmt, kann er ein Vielfaches ihrer Lebenserwartung erreichen.

Die Ergebnisse zeigen: Die Ähnlichkeit eines einzelnen Gens reicht nicht aus, um zu erklären, wie alt ein Lebewesen wird. Genetische Faktoren spielen eine Rolle, doch auch viele weitere Einflüsse bestimmen den komplexen Alterungsprozess.

Was planen Merle und Liliane als nächstes?

Mit ihrer Arbeit verbinden Liliane und Merle biologische Grundlagenforschung mit moderner Datenanalyse. Für zukünftige Untersuchungen möchten sie weitere Gene betrachten und erforschen, welche Faktoren zur außergewöhnlichen Langlebigkeit des Nacktmulls beitragen könnten.

Wir gratulieren den beiden ganz herzlich zum 1. Platz beim Regionalwettbewerb und wünschen ihnen viel Erfolg für das Landesfinale! Wir sind sehr stolz auf das, was die beiden Schülerinnen mit ihrer Forschungsarbeit erreicht haben und danken Martin Daus für die wissenschaftliche Begleitung.

Veröffentlicht
9. März 2026
Redaktion LDVC