UNESCO Internationaler Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft 2026: Forschung hautnah erleben
Wie wird man eigentlich Wissenschaftlerin? Woran wird in der Forschung gearbeitet? Und welche Möglichkeiten gibt es nach der Schule, wenn man sich für Naturwissenschaften und Technik interessiert? Anlässlich des Internationalen Tages der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft 2026 der UNESCO haben wir auch in diesem Jahr wieder Wissenschaftlerinnen auf unseren Campus eingeladen. Die Schüler erhielten dabei ganz unterschiedliche Einblicke in Forschung und Wissenschaft – und lernten Frauen kennen, die in diesem Bereich arbeiten.
Chemie zum Anfassen
Am 18. März besuchte Prof. Dr. Nora Kulak, Professorin für Anorganische Chemie an der Universität Potsdam, unsere Klassen 9a und 8b des Gymnasiums. Gemeinsam mit den Schülern führte sie Experimente zum Thema Katalyse durch und zeigte, warum Katalyse eine wichtige Schlüsseltechnologie für mehr Nachhaltigkeit sein kann. So wurde Wissenschaft direkt erlebbar: ausprobieren, beobachten, Fragen stellen und verstehen, was hinter chemischen Prozessen steckt.
Faszination Geowissenschaften
Zwei Tage später war Esther Heckenbach vom GFZ Helmholtz-Zentrum für Geoforschung in Potsdam zu Gast. Sie besuchte die Klassen 7a und 7ib und nahm die Schüler mit in die Welt der Geowissenschaften. Mit lebendigen Erzählungen aus ihrem Arbeitsalltag weckte sie die Neugier der Schüler und gab ihnen einen authentischen Einblick in ein Forschungsfeld, das viele zunächst vielleicht nicht unmittelbar mit ihrem eigenen Alltag verbinden.
Wissenschaft braucht Vorbilder
Der Internationale Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft der UNESCO wird jedes Jahr am 11. Februar begangen. Er macht darauf aufmerksam, dass Frauen und Mädchen in Wissenschaft, Forschung sowie den MINT-Bereichen noch immer nicht überall gleich stark vertreten sind. Gleichzeitig soll der Aktionstag Mädchen und junge Frauen ermutigen, wissenschaftliche und technische Berufsfelder für sich zu entdecken. Unsere Schüler lernen Frauen kennen, die in unterschiedlichen wissenschaftlichen Bereichen arbeiten, erfahren mehr über deren Werdegänge und können direkt mit ihnen ins Gespräch kommen. Damit möchten wir Sichtbarkeit für Frauen im MINT-Bereich schaffen und zeigen, wie vielfältig Wege in die Wissenschaft sein können.
Forschung von nachhaltiger Landwirtschaft bis Robotik und KI
Ein Besuch steht in diesem Jahr noch aus: Ende Juni erwarten wir zwei Doktorandinnen vom Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB). Sie werden mit Schülern der 10. und 11. Klassen über ihren Weg von der Schule in die Wissenschaft sprechen und von ihrer eigenen Forschung berichten.
Dabei geht es unter anderem um nachwachsende Rohstoffe, die Qualität und Lagerung von Lebensmitteln sowie nachhaltige Land- und Forstwirtschaft. Auch moderne Technologien wie Robotik und künstliche Intelligenz in der Landwirtschaft stehen auf dem Programm.
Wissenschaft erleben, Möglichkeiten entdecken
Mit den verschiedenen Veranstaltungen setzen wir die Tradition aus dem vergangenen Jahr fort. Dabei geht es uns nicht nur darum, Wissen zu vermitteln. Wir möchten unseren Schülern auch zeigen: Wissenschaft ist vielfältig, spannend und bietet viele unterschiedliche Wege. Der direkte Kontakt zu Wissenschaftlerinnen macht diese Möglichkeiten für unsere Schüler greifbar und gibt ihnen Gelegenheit, Fragen zu stellen und vielleicht auch eigene Zukunftsideen zu entwickeln.
Wir freuen uns schon jetzt auf den nächsten Aktionstag im kommenden Jahr und danken Sophia Hollek und Karin Altschaffel für die Organisation und Durchführung!