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Unsere jüngsten Schachspieler bei der Deutschen Schulschachmeisterschaft 2026 in Willingen

Ein Bericht von Niclas Franz

Für unsere Grundschulschachspieler ging es Ende Juni nach Willingen zur Deutschen Schulschachmeisterschaft (DSM). Gleich zwei Mannschaften unseres Campus waren dabei: eine in der Wettkampfklasse G und eine in der WK G 1–2. Für beide Teams war es ein besonderes Erlebnis, sich mit den besten Grundschulmannschaften Deutschlands zu messen. Und natürlich gehörte neben konzentrierten Partien auch jede Menge Teamgeist dazu.

WK G: Mit Freiplatz zur Deutschen Meisterschaft

In der Wettkampfklasse G traten insgesamt 48 Mannschaften an. Unser Team mit Fritz Büthe, Tom Lange, Charles Kesselschläger, Mika Steffens und Valentino Sesso hatte einen Freiplatz erhalten und konnte so in Willingen dabei sein. Damit waren insgesamt drei Brandenburger Mannschaften in dieser Wettkampfklasse vertreten.

Der Start verlief allerdings etwas holprig und der erste Turniertag endete für uns auf Platz 26. Zwischendurch gab es aber auch Gelegenheit, den Kopf vom Schachbrett zu bekommen. Die Mannschaft nutzte das neu eröffnete Schwimmbad in Willingen für eine Runde Erholung. Am zweiten Tag konnten wir uns auf Platz 25 verbessern und blieben damit weiterhin das beste Brandenburger Team in dieser Wettkampfklasse. 

Für zusätzlichen Teamgeist sorgte am Abend ein spontanes Tandemturnier auf dem Flur gemeinsam mit den Kindern aus der WK G und WK G 1–2. Danach hieß es: Nachtruhe und Kräfte sammeln für die letzten Partien. Am letzten Tag erspielte sich unsere Mannschaft noch ein 2:2-Unentschieden und beendete die Meisterschaft auf Platz 27. Das Ergebnis klingt zunächst vielleicht etwas ernüchternd. Bei einer anderen Wertung, wie sie in Brandenburg verwendet wird, wäre unser Team sogar auf Platz 10 gelandet, denn zwischen Platz 27 und Platz 10 lagen alle Mannschaften punktgleich.

Für die Kinder stand am Ende trotzdem fest: Sie würden wieder fahren. Auf der Rückfahrt war deshalb vor allem eine Frage spannend: Welche Tipps ich als Trainer hatte für die nächsten Schritte und die Verbesserung der eigenen Leistungen? Die Antwort wollen die Spieler natürlich möglichst schnell auf dem Schachbrett umsetzen. Und vielleicht geht es im nächsten Jahr wieder nach Willingen – dann in der WK 4.

WK G 1–2: Knapp am Treppchen vorbei

Auch unser zweites Team hatte in Willingen einiges vor. Jordi Behring, Nico Zienczyk, Aaron Glaubitz, Junyi Tang und Vincent Sprave traten in der Wettkampfklasse G 1–2 an. Hier waren insgesamt zehn Mannschaften am Start. Die ersten Partien machten direkt Hoffnung auf eine erfolgreiche Meisterschaft: Gegen Leipzig gelang zum Auftakt ein 3:1-Sieg. Danach folgten ein Unentschieden und zwei weitere Siege. Damit lag unser Team am Ende des ersten Tages auf einem starken zweiten Platz.

Am Nachmittag ging es auch für diese Mannschaft ins neu eröffnete Schwimmbad. Vielleicht war das Wasser aber etwas zu entspannend – denn am zweiten Turniertag lief es plötzlich nicht mehr ganz so rund. Zwei Unentschieden gegen starke Mannschaften folgten zwei Niederlagen gegen Teams, die zunächst vielleicht weniger auf dem eigenen Radar standen. Mit Platz 5 nach dem zweiten Tag war aber weiterhin alles möglich.

In der letzten Runde wartete mit Bremen der Tabellenführer. Noch einmal mussten unsere Spieler alles geben. Am Ende stand ein 2:2-Unentschieden. Besonders schnell ging es an zwei Brettern: Nico kam bereits nach drei Minuten aus dem Spielsaal – mit einem Sieg. Auch Junyi war kurz darauf fertig. Beide berichteten anschließend, dass ihre Gegner erwartungsgemäß versucht hatten, mit dem Schäfermatt zum schnellen Erfolg zu kommen. Und das bei einer Deutschen Meisterschaft? Mit dem Unentschieden half unser Team sogar dabei, Bremen auf Platz 2 zu bringen. Für uns selbst reichte es am Ende leider nur für Platz 4 – denkbar knapp am Podest vorbei.

Eine Reise, die bleibt

Auch wenn es für keine der beiden Mannschaften ganz aufs Treppchen gereicht hat, war die Fahrt nach Willingen für alle ein besonderes Erlebnis. Die Kinder konnten auf hohem Niveau spielen, Erfahrungen sammeln und erleben, was es bedeutet, als Mannschaft zusammenzuhalten. Jetzt heißt es, weiter trainieren, weiter spielen und die Erfahrungen aus Willingen mitnehmen. Denn eines steht für unsere Schachspieler fest: Beim nächsten Mal sind wir gerne wieder dabei!

Veröffentlicht
3. Juli 2026
Redaktion LDVC