Erfolg beim BundesUmweltWettbewerb: Merle Hoffmann forscht zu nachhaltiger Landwirtschaft
Ein Jahr lang forschen, messen, vergleichen und hinterfragen: Unsere Schülerin Merle Hoffmann hat sich mit einer wissenschaftlichen Arbeit zur Aqua- und Ökoponik am BundesUmweltWettbewerb beteiligt und wurde dafür mit einem Anerkennungs- und Sachpreis ausgezeichnet. Wir sind sehr stolz auf diese besondere Leistung.
Der BundesUmweltWettbewerb gehört zu den Science-Olympiaden und richtet sich an junge Menschen, die sich eigenständig mit Umweltfragen und nachhaltigen Lösungsansätzen beschäftigen. Merle widmete sich dabei einem Thema, das angesichts des Klimawandels und zunehmender Wasserknappheit immer mehr an Bedeutung gewinnt: nachhaltigen Anbaumethoden für Obst und Gemüse.
Ein Jahr Forschung rund um nachhaltige Anbausysteme
In ihrer Arbeit beschäftigte sich Merle mit Aqua- und Ökoponik. Beide Anbausysteme orientieren sich an natürlichen Ökosystemen und nutzen Kreislaufprozesse, um Ressourcen möglichst effizient einzusetzen. Ziel ist es, ein weitgehend selbstregulierendes System zu schaffen, in dem Pflanzen und andere Organismen miteinander in Wechselwirkung stehen.
Über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr untersuchte Merle verschiedene Parameter und dokumentierte regelmäßig ihre Beobachtungen. Dazu gehörten unter anderem die Temperatur, der pH-Wert, der Phosphatgehalt und die Wasserleitfähigkeit. Auch das Wachstum der Pflanzen wurde kontinuierlich erfasst und ausgewertet.
Sind Pflanzen aus Ökoponikanlagen genauso gehaltvoll?
Im Mittelpunkt ihrer Forschungsarbeit stand eine spannende Frage: Sind Obst und Gemüse aus groß angelegten Ökoponikanlagen tatsächlich weniger nährstoffreich als Produkte aus der klassischen Landwirtschaft, wie häufig behauptet wird?
Um dieser Frage nachzugehen, wertete Merle umfangreiche wissenschaftliche Literatur aus und setzte sich kritisch mit den unterschiedlichen Anbaumethoden auseinander. Ihre Recherche ergab Hinweise darauf, dass die Produkte aus Ökoponikanlagen keineswegs grundsätzlich weniger gehaltvoll sind. Vielmehr zeigen die ausgewerteten Untersuchungen das Potenzial dieser Anbaumethode als Alternative zur konventionellen Landwirtschaft. Gerade in Regionen mit ausgeprägtem Wassermangel könnten solche ressourcenschonenden Kreislaufsysteme künftig eine wichtige Rolle spielen.
Wissenschaftliche Neugier, Ausdauer und Eigeninitiative
Merles Arbeit zeigt eindrucksvoll, was entstehen kann, wenn junge Menschen eigene Fragen entwickeln, wissenschaftlichen Aussagen auf den Grund gehen und sich über einen langen Zeitraum intensiv mit einem Thema beschäftigen.
Der Anerkennungs- und Sachpreis beim BundesUmweltWettbewerb ist eine schöne Würdigung dieses Engagements. Wir gratulieren Merle herzlich zu ihrem Erfolg und bedanken uns ebenso bei ihrem betreuenden Lehrer Martin Daus, der sie bei ihrer Forschungsarbeit begleitet und unterstützt hat.

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