UNICEF feiert Geburtstag: 80 Jahre gemeinsam für Kinderrechte
Am 11. Dezember 2026 wird UNICEF 80 Jahre alt. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen wurde 1946 gegründet, um Kindern zu helfen, die unter den Folgen des Zweiten Weltkriegs litten. Heute setzt sich UNICEF weltweit für den Schutz, die Bildung und die Gesundheit von Kindern ein. Bereits am 10. Oktober wurde das Jubiläum in Hamburg mit einer festlichen Veranstaltung gefeiert. Gemeinsam mit Annette Gaedig von der UNICEF-Arbeitsgruppe Potsdam nahm unsere Kollegin Mandy Köhler daran teil und berichtet uns:
„Am 11. Dezember 1946 wurde Unicef von den Vereinten Nationen gegründet, für die vielen Millionen Kinder und Jugendliche, die in Europa Opfer des Zweiten Weltkriegs geworden sind. 80 Jahre Unicef muss gefeiert werden. Und das wurde es auch am 10.10.2026 in Hamburg. Ich durfte gemeinsam mit Annette Gaedig von der Unicef AG Potsdam daran teilnehmen. Durch den Vorstandsvorsitzenden der AG Hamburg Herr Georg Graf Waldersee wurde der feierliche Nachmittag eröffnet. Er nahm uns kurz mit in die Vergangenheit, in seine Kindheit, in der seine Großtante ihn das erste Mal in Berührung mit Unicef brachte.
Nach der Eröffnung ging die Zeitreise weiter. Wir gingen 80 Jahre gemeinsam zurück und sahen die Entstehungszeiten von Unicef. Diese Reise wurde durch die Zeitzeugin Ria Else untermalt. Ria berichtete von der Nachkriegszeit und wie viel Unterstützung sie von den vermeintlichen Feinden erhielten. Auf die Frage, was sie uns und besonders der Jugend mit auf dem Weg geben würde, sagte sie. „Sich unbedingt weiter für Kinder einsetzen, wie bisher. Es nützt nichts, wenn Kinder Rechte haben, es sich aber keiner dafür einsetzt, dass diese eingehalten werden.“
Bei dem Blick ins Jetzt, wurden aktuelle Bilder aus Kriegsgebieten gezeigt, die Hoffnung und Unterstützung, die Unicef dort bietet. Wir haben sehen können, wir unerschütterlich der Mut der Kinder sein kann. Nach einer Kaffeepause, in dem wir mit anderen ins Gespräch kamen und in den Austausch gingen, gab es zwischen 3 Jugendliche vom Juniorteam Hamburg und den 2 Politikerinnen Ksenija Bekeris, Senatorin für Bildung in Hamburg, und Aydan Özoğan, Ausschuss für Sport und Ehrenamt.
Die 3 Jugendliche stellten wichtige Fragen zu den Themen
- Schulische Gleichheit, egal aus welchem Elternhaus.
- Partizipation, Mitbestimmung der Jugendliche.
- Psychische Gesundheit
Beide Politikerinnen hörten sich in Ruhe die Fragen an und gaben ausführliche Antworten. So erzählt Ksenija Bekeris von einer Schülerin, die zu ihr kam und sagte, dass sie mit all den guten Ideen aus dem Schülerrat zur Schulleitung ging. Die Schulleitung hat sie wieder weggeschickt, ohne dem Ganzen eine Chance zu geben. „Das geht natürlich nicht. Erwachsene müssen lernen, ein Stück ihrer Macht abzugeben, damit die Jugend eine Zukunft hat, in der sie sich gern einbringen und aktiv beteiligen.“
Aydan Özoğan sagte auch, dass es wichtig ist, dass Kinder und Jugendliche lernen, auch mit Niederlagen umzugehen. Dass können sie nur, wenn sie dafür trainiert werden. Es ist wichtig, dass sie merken, dass ihre Stimmen gehört werden. Beide Politikerinnen waren sich im Punkt soziale Arbeit an Schulen einig. „Die soziale Arbeit ist sehr wichtig an allen Schulen und sollte ausgebaut werden.“ Mit diesen Worten wurde die Runde und auch der Nachmittag beendet. Es war ein sehr aufschlussreicher Nachmittag mit vielen neuen Eindrücken.„
Die Veranstaltung hat uns wieder einmal verdeutlicht, wie wichtig es ist, Kinderrechte nicht nur zu kennen, sondern sie im Alltag mit Leben zu füllen. Denn jedes Kind hat das Recht auf Schutz, Bildung und eine faire Chance für die Zukunft. Zudem war allen bewusst: Kinderrechte brauchen Menschen, die sich für sie einsetzen. Eine Aufgabe, die auch für uns als Bildungseinrichtung wichtig ist.

