Diagnostik

Diagnostik

Diagnostik bedeutet hier die Bestimmung und Beschreibung von Kompetenzen und Bedarfen mit Hilfe von standardisierten Instrumenten, wie sie etwa Beobachtungsbögen und Testverfahren darstellen. Anlässe können vermutete Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten (Lesen, Schreiben, Rechnen), emotionale, motivationale und soziale Probleme, allgemeine Lernprobleme, Konzentrationsprobleme, Sprachprobleme oder motorische Probleme sein. Diagnostik kann der Vorbereitung und Begleitung sonderpädagogischer Förderbedarfe, aber auch der Feststellung überdurchschnittlicher Leistungsvoraussetzungen dienen.

 

Eine Diagnose kann durch Eltern, SchülerInnen, Lehrkräfte oder TherapeutInnen initiiert werden. Bei minderjährigen Kindern müssen die Erziehungsberechtigten der Diagnostik schriftlich zustimmen. Die Diagnosetermine liegen in der Schulzeit. Sie und die KlassenleiterInnen erfahren die Termine, um das Erscheinen des Kindes im PuTT zu gewährleisten. Die Ergebnisse werden den Eltern – vorzugsweise während eines persönlichen Gesprächs – mitgeteilt und mögliche Folgen (Interventionen, Nachteilsausgleiche zum Beispiel) beraten. Wenn nötig werden den KlassenleiterInnen die Ergebnisse ebenfalls im persönlichen Gespräch erläutert.

 

Auf diesem Feld arbeiten wir ebenfalls eng mit allen Institutionen des Campus zusammen. Alle Schüler*innen der neuen ersten Klassen werden beispielsweise zum Schuleingangstest eingeladen. Dieser dient im Wesentlichen dazu, eine paritätische Verteilung der Erstklässler*innen in der Klassenzusammensetzung zu ermöglichen. Diagnostik ist natürlich nicht Selbstzweck, sondern ist notwendige Voraussetzung von Interventionsmaßnahmen, über die mit Eltern und Lehrkräften – meist auf der Basis eines Gutachtens – beraten wird.