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An die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Nauen,

fünf langjährige Bildungseinrichtungen unserer Stadt sind bedroht. Das bayrische Unternehmen „Mineralölhandel Hans Schmidt GmbH & Co“ will noch in diesem Jahr am Standort Zu den Luchbergen 26-34 in Nauen eine abfallwirtschaftliche Anlage u.a. für gefährliche Abfälle errichten und betreiben – In unmittelbarer Nachbarschaft, nicht nur des Leonardo-da-Vinci-Campus, sondern auch des Oberstufenzentrums des Landkreises, des Jugendaufbauwerkes Nauen, der Beruflichen Schule für Wirtschaft und den Fliednerwerkstätten.

Insgesamt sind gut 1.500 Kinder und Jugendliche sowie behinderte Menschen betroffen, die an diesem Standort täglich leben, lernen und arbeiten. Eine gesundheitliche Gefährdung durch die über 500 Tonnen Altöl- und Kühlflüssigkeitsabfälle kann nicht ausgeschlossen werden, genauso wenig wie eine generelle, existentielle Bedrohung dieses Nauener Bildungsstandortes durch solch ein Vorhaben.

Wir fordern deshalb:
Das Genehmigungsverfahren durch das Landesumweltamt Brandenburg darf nicht allein vor dem Hintergrund eines Investitionsgebietes geprüft werden. Das Areal muss als Schul- und Wohnstandort für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und behinderte Menschen, die dem besonderer Schutz der Gesellschaft bedürfen, in den Focus genommen werden.

Die jetzige Standortwahl für die Lagerung gefährlicher Abfallstoffe ist aus Sicht des Leonardo-da-Vinci-Campus fahrlässig. In Brandenburg gibt es genügend ehemalige militärische und industrielle Brachflächen, deren Benutzung durch solch eine Anlage keine potentielle Gefährdung von Kindern und Jugendlichen billigend in Kauf nimmt.

Wir bitten um Ihre Unterstützung.

Mit freundlichen Grüßen



Dr. Irene Pétrovic-Wettstädt
Geschäftsführerin

 

Nauen, der 05.03.2010

 
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